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17-10-17 12:32 Alter: 36 Tage

Stadtwerke führen eTicket ein

Ab 15. November können Fahrgäste eine Chipkarte als Fahrschein nutzen

Das Papierticket bekommt einen digitalen Gefährten: Ab Herbst werden die Papierfahrscheine durch wieder verwendbare Plastiktickets im Scheckkartenformat, das sogenannte eTicket, in den Landshuter Stadtbussen ergänzt. Damit ist die Basis für bargeldloses Zahlen im Bus geschaffen.

Die Voraussetzungen für das eTicket waren im vergangenen Jahr mit den neuen Bordrechnern und neuer Hintergrundsoftware in den Bussen gelegt worden. „Eigentlich dachten wir, dass wir das eTicket ein paar Monate nach der Umrüstung einführen können, aber das Hintergrundsystem ist so komplex, dass die Programmierungen zum einen länger gedauert und wir uns zum anderen für eine mehrstufige Einführung entschieden haben“, sagt Robert Schie, Leiter des Verkehrsbetriebs. Letzteres habe den Vorteil, die fehlerfreie Funktionsweise Schritt für Schritt auszutesten und bei Bedarf anzupassen. Denn: „Jedes eTicket-System ist anders“, erklärt Schie. „Man kann nicht einfach ein fertiges eTicket System eines ÖPNVs auf den in einer anderen Stadt überstülpen.“ Zudem bekommt das Landshuter System ein Alleinstellungsmerkmal, nämlich eine automatische Prepaid-Bezahl-Funktion.

Grundsätzlich ist die eTicket-Karte ein Speichermedium für den elektronischen Fahrschein, in der Fachsprache ist von Fahrtberechtigungen die Rede. Auf der Karte können letztendlich mehrere Fahrtberechtigungen gespeichert werden.

„In der ersten Stufe der eTicket-Einführung ab Mitte November werden wir mit der Chipkarte mit den Fahrtberechtigungen für die Wochen- und Monatskarten starten“, erläutert Schie. Die Chipkarten für diese beiden Arten von Zeitkarten gibt es dann gegen Barzahlung im Stadtwerke-Kundenzentrum in der Altstadt 74, bei den Vorverkaufsstellen, beim Infopunkt am Hauptbahnhof sowie beim Busfahrer.

Für die eTicket-Karte mit einer Monats- oder Wochenkarten-Fahrtberechtigung brauchen sich die Fahrgäste erst einmal nicht registrieren. Wer sich allerdings im Kundenzentrum registrieren lässt, bekommt die Karte bei Verlust des Tickets ersetzt. Denn eine verlorene, aber registrierte Karte ist einer Person zuordenbar und kann deswegen gesperrt werden.

Das persönliche Registrieren ist im Kundenzentrum in der Altstadt 74 und am Infopunkt am Hauptbahnhof möglich. Das Registrieren sowie das Ausfüllen eines Sepa-Lastschriftmandats sind auch erforderlich, wenn das bargeldlose Bezahlen der zweiten Stufe im Frühjahr 2018 eingeführt wird. Dann können beispielsweise auch Fahrtberechtigungen für Einzelfahrkarten, Kurzstreckentickets und Tageskarten beim Einsteigen in den Bus als eTicket erworben werden. Dies ist hauptsächlich für Gelegenheitsfahrer sinnvoll.

Bezahlt wird dann bargeldlos über ein Kundenkonto, das bei der Registrierung erstellt wird und im Hintergrund läuft. Auf diesem Kundenkonto hinterlegt der Fahrgast einen von ihm selbst definierten Geldbetrag. Die Mindestsumme beträgt 15 Euro. Damit kann er seine eTicket-Karte für das bargeldlose Fahren nutzen. Möchte der Fahrgast beispielsweise ein Einzelticket kaufen, legt er die Chipkarte beim Busfahrer auf das Lesegerät. Dieser bucht ihm elektronisch einen Einzelfahrschein auf das Ticket, und im Hintergrund kassiert das System anschließend 1,90 Euro von dem Kundenkonto.

Wird der Betrag von 15 Euro auf dem Kundenkonto unterschritten, wird es automatisch über eine Lastschrift mit dem vom Kunden gewählten Betrag vom Girokonto nachgeladen.

Ein Rechenbeispiel: Ein Fahrgast definiert den Geldbetrag auf dem Kundenkonto auf 20 Euro. Er bezahlt und kauft mit der eTicket-Karte eine Wochenkarte für 14,70 Euro und hat anschließend einen Restbetrag von 5,30 Euro auf dem Kundenkonto. Nach dem automatischen Nachladen weiterer 20 Euro per Lastschrift vom Girokonto des Fahrgastes summiert sich der Betrag auf dem Kundenkonto auf 25,30 Euro. Für die folgende Woche kann er sich damit bequem und ohne Bargeldzahlung wieder die Fahrtberechtigung für eine Wochenkarte auf die eTicket-Karte speichern lassen. Es ist geplant, dass eTicket-Nutzer monatlich eine Übersicht über ihr Kundenkonto erhalten.

Alle fünf Jahre werden die Chipkarten aus Sicherheitsgründen ausgetauscht. Der Fahrgast erhält dann im Kundenzentrum in der Altstadt oder am Infopunkt am Hauptbahnhof eine neue Chipkarte mit den aktuell vorhandenen Fahrtberechtigungen. Möchte jemand den Vertrag für bargeldloses Zahlen kündigen, wird das Restguthaben des Kundenkontos ausbezahlt.

Das Registrieren und der Zugriff auf das Kundenkonto soll in der dritten Stufe des eTickets schließlich online ermöglicht werden, voraussichtlich bis Mitte/Ende 2018. „Wir versuchen, dass das System für den Fahrgast möglichst einfach wird, im Hintergrund ist es dafür umso vielschichtiger und verzweigter“, sagt Schie. Und das nimmt für die Umsetzung entsprechend Zeit in Anspruch.

Wer keine eTicket-Karte möchte, kann weiterhin die Papierform nutzen. „Die bisherigen Tickets bleiben erst einmal bestehen“, versichert Schie. Elektronische Tickets werden allerdings der Standard der Zukunft sein. Das eTicket ist nach der Bordrechnerumrüstung der zweite Schritt in die digitale Zukunft – ein mobiles Ticket auf dem Smartphone dann nochmal ein weiterer Schritt.

Eine kleine Info-Broschüre ist ab Anfang November in den Stadtbussen und im Kundenzentrum erhältlich. Die Online-Version finden Sie HIER.

Bild: Der digitale Gefährte des Papierfahrscheins - das eTicket.


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