Presseartikel zum Projekt
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Pressemitteilung vom 16.04.2012
50 Meter Kamin abgebautRückbau der MVA schreitet voran
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Der 80-Meter hohe Ausleger eines Raupenkrans hob gestern den 50 Meter hohen Kamin der ehemaligen MVA in Auloh in mehreren Teilstücken ab. Für den Weiterbetrieb der Anlage als Biomasseheizkraftwerk ist der 50-Meter Schornstein unnötig, eine zweite Rauchgasreinigung mit Kamin übernimmt diese Aufgabe.
Für den Geschäftsführer der ehemaligen MVA, Horst Denk, war durchaus ein wenig Wehmut dabei, als der hohe Kran den Kamin in mehreren Teilen abhob und auf dem Vorplatz ablegte. Die Müllverbrennungsanlage gehörte doch seit knapp 40 Jahren zur Stadt Landshut, bis sie Ende November 2011 nach dem letzten Müllfeuer stillgelegt wurde. Auf dem Vorplatz zerlegen die rund 20 beim Rückbau tätigen Mitarbeiter den Kamin; brauchbare Rohstoffe und wertvolle Metalle aller abgebauten Anlagenteile wandern ins Recycling.
Die Stadtwerke Landshut betreiben künftig die robuste und funktionstüchtige Ofenlinie 3 der ehemaligen MVA weiter – als Biomasseheizkraftwerk. Die Ofenlinien 1 und 2 werden ebenfalls rückgebaut, bis voraussichtlich Juni 2012 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein. Dann beginnen die technische Optimierung der Ofenlinie 3 und die Einrichtung der Fernwärmeauskopplung. Mittels der sog. Kraft-Wärme-Kopplung soll das BMHKW, das nach erfolgreichem Probebetrieb seit kurzem wegen des Rückbaus stillsteht, ab Beginn der Heizperiode 2012 EEG-Strom und Fernwärme erzeugen und ins Netz einspeisen. Der Stadtrat hat den Vollausbau des Fernwärmenetzes vom BMHKW bis in die Innenstadt mehrheitlich beschlossen. Der erste Bauabschnitt des Fernwärmenetzes vom BMHKW in Richtung Innenstadt und zur Fachhochschule Landshut hat kürzlich mit dem Spatenstich begonnen.
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Pressemitteilung vom 10.04.2012
Spatenstich am Fernwärmenetz
bis zur Heizperiode 2012 liefern die Stadtwerke
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Mit dem Spatenstich am Fernwärmenetz begann am Freitag ein ehrgeiziges Vorhaben der Stadt und der Stadtwerke Landshut: bis zur Heizperiode 2012 sollen die Fernwärmeleitungen im Bauabschnitt 1 verlegt sein. Erste Gebäude wie die Fachhochschule Landshut und Objekte an der Trasse in Richtung Innenstadt können dann Fernwärme nutzen.
Im Plenum am 21.10.2011 beschloss der Stadtrat Landshut den Vollausbau des Wärmenetzes vom Biomasseheizkraftwerk in Auloh bis zur Innenstadt. Bis Ende 2015 soll die Fernwärme aus dem Biomasseheizkraftwerk in rechnerisch gesehen 4000 Haushalte kommen. Den Vollausbau der Fernwärmetrasse, deren Kosten auf 13,5 Millionen Euro beziffert werden, wie auch die Investition in die Umrüstung der ehemaligen MVA zum Biomasseheizkraftwerk sieht Werkleiter Armin Bardelle als notwendigen Schritt zur Energiewende und zur angestrebten Energieautarkie der Stadt Landshut.
Oberbürgermeister Hans Rampf, Werkleiter Armin Bardelle, Margit Napf und Elke März-Granda vom Werksenat sowie Vertreter von Stadtwerken, Stadt und beteiligten Bau- und Planungsfirmen nahmen am Freitag nahe dem Biomasseheizkraftwerk den ersten Spatenstich vor.
„So ein ehrgeiziges Projekt in wenigen Monaten auf den Weg zu bringen, ist schon eine ordentliche Leistung“, lobte Oberbürgermeister Hans Rampf. Seit der Plenumsentscheidung im Oktober 2011 arbeitete die Ingenieursabteilung der Stadtwerke an der Entwurfsplanung mit Kostenschätzung und der Ausschreibung. Der Betriebsleiter Ingenieurwesen, Gerd Heilmeier, dankte allen Mitarbeitern am Projekt und stellte den ersten Bauabschnitt der Fernwärmeleitung vor. Im Los 1 führt die Fernwärmeleitung vom Biomasseheizkraftwerk bis zur Konrad-Adenauer-Straße und weiter zur Breslauerstraße. Die Verlegung der Fernwärmeleitung ist mit der Baumaßnahme Stauraumkanal Untere Auenstraße zu koordinieren, dies bezeichnete Heilmeier als Herausforderung beim Los 1. Weitere Schwierigkeit seien die Isarquerung über die Konrad-Adenauer-Brücke und das hohe Verkehrsaufkommen in der Konrad-Adenauer-Straße, sagte Heilmeier.
Für Los 2, die Fernwärmeleitung vom BMHKW zur Fachhochschule Landshut, beginnen die Bauarbeiten Ende Juni. Bis zum Herbst 2012 möchten die Stadtwerke Landshut den Bau der Fernwärmeleitungen in beiden Losen des ersten Bauabschnittes abschließen. 4,5 Kilometer Fernwärmeleitungen umfasst der erste Bauabschnitt, die Kosten belaufen sich auf rund 2,6 Millionen Euro.
v.l. Werkleiter Armin Bardelle, Projektmanager Michael Horix, Betriebsleiter Ingenieurwesen Gerd Heilmeier, Oberbürgermeister Hans Rampf, die Stadträtinnen Elke März-Granda und Margit Napf, stv. Werkleiter Werner Maier, Dipl-Ing. Erich Seitz und Ernst Weindorfer, Regierung von Niederbayern, sowie weitere Projektbeteiligte beim Spatenstich Fernwärmeleitung
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Pressemitteilung vom 08.03.2012
Rückbau MVA schreitet voran
Sprühabsorber abgebaut
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Am Donnerstag haben Mitarbeiter der ausführenden Firma Landwehr den zweiten Sprühabsorber der ehemaligen Müllverbrennungsanlage abgehoben.
Für den Betrieb des Biomasseheizkraftwerkes sind die Sprühabsorber nicht mehr notwendig.
Die Sprühabsorber funktionieren ähnlich der Milchpulverherstellung als sogenannte abwasserlose Rauchgasreinigungsanlage. Das Abwasser aus der Rauchgasreinigung wurde während des Betriebes der Müllverbrennung in den Sprühtrocknern eingedampft. Das Endprodukt war ein Feststoff, der anschließend der Endlagerung zugeführt wurde, so Anlagenleiter Hans-Jörg Eisner. Er erinnerte sich an den Aufbau Ring für Ring und die technische Inbetriebnahme der Sprühabsorber, was 1989 etwa ein Vierteljahr gedauert hatte. Im Winter 1990 sind die Sprühtrockner in Betrieb gegangen. Das Abheben des 30 Tonnen schweren zylinderförmigen Sprühabsorbers auf den Boden dauerte am Donnerstagvormittag nur wenige Minuten. „Ein wenig wehmütig ist man da schon. Aber die Anlage läuft ja als Biomasseheizkraftwerk weiter“, sagte Eisner. Beim Abheben des Sprühtrockners zeigte sich, wie gut die Anlage in den vergangenen rund 20 Jahren funktioniert hatte. „Innen sind keine Löcher und fast keine Beläge, das heißt, die Anlage ist gut gefahren“, sagte der Anlagenleiter.
Die ausgebauten Sprühabsorber werden nun zerlegt. Die Rückbaufirma saugt die inhaltlichen Reste ab, die ebenso wie die Isolierung entsorgt werden. Stahl, Edelstahl und Aluminiumteile zerlegen die Mitarbeiter in handliche Teile und führen sie dem Recycling zu. Auf der Wiederverwertung von Rohstoffen und Einzelteilen liegt für Horst Denk, den Geschäftsführer der MVA Landshut GmbH, beim Rückbau der Anlage besondere Priorität.
Am Wochenende stellen die Stadtwerke Landshut den Probebetrieb des Biomasseheizkraftwerks ein. Der Rückbau der ehemaligen Müllverbrennungsanlage geht dann im Kesselhaus innerhalb des Gebäudes weiter. Voraussichtlich bis Ende Juni 2012 soll der Rückbau nicht benötigter Anlagenteile im Gebäude soweit abgeschlossen sein, dass die Umrüstung und technische Optimierung der Ofenlinie 3 fortgesetzt werden kann. Mit dem Beginn der Heizperiode im Herbst 2012 soll die Ofenlinie 3 des Biomasseheizkraftwerks Strom und Fernwärme ins Netz einspeisen.
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Pressemitteilung vom 16.02.2012
Zwischenlösung sorgt für Wärme
mobile Heizzentrale in der Schützenstraße
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Zwei Gebäude mit insgesamt 76 Wohnungen in der Schützenstraße in Landshut erhalten bereits jetzt Wärme von den Stadtwerken Landshut. Bis zur Fertigstellung des Fernwärmenetzes bis dorthin sorgt eine mobile Heizzentrale der Stadtwerke für Wärme in den Wohnungen.
Bild: Werkleiter Armin Bardelle (li) und der für die Fernwärme zuständige Ingenieur Mirko Wand präsentierten der Presse die mobile Heizzentrale
Die Eigentümergemeinschaft der GuBeGa, die für die Wohnungen in der Schützenstraße 29 bis 35 zuständig ist, hatte sich bereits für den Fernwärmeanschluss ihrer Gebäude entschieden und einen Vorvertrag mit den Stadtwerken geschlossen. „Das zeigt, dass unsere Akquise von Fernwärmekunden schon sehr gut funktioniert“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf bei der Vorstellung der mobilen Heizlösung. Im August 2011 war die gebäudeeigene Kesselanlage ausgefallen. Die für die Liegenschaft tätige Heizungsinstallationsfirma versorgte deshalb die 76 Wohnungen vorübergehend über eine Notheizung. Seit kurz vor Weihnachten werden die Gebäude in der Schützenstraße 29 bis 35 nun über eine mobile Heizanlage der Stadtwerke Landshut wärmeversorgt. Zuerst kam Öl zum Einsatz, seit kurzem läuft die mobile Anlage mit Erdgas. Diese Serviceleistung der Stadtwerke ist für die künftigen Fernwärmekunden eine Zwischenlösung mit vielen Vorteilen. „Die Eigentümergemeinschaft braucht beim Fernwärmeanschluss keine neue Heizanlage zu bauen“, sagte der Geschäftsführer der GuBeGa, Otto Paschke. Doch auch das leise Arbeiten der mobilen Heizungsanlage im Container und der Raumgewinn seien von Vorteil, betonte Werkleiter Armin Bardelle. Nicht zuletzt übernehmen die Stadtwerke als Service die Überwachung und Wartung der mobilen Heizanlage im Bereitschaftsdienst. „Damit sind sie energietechnisch rundum sorglos“, sagte der Betriebsleiter Ingenieurwesen bei den Stadtwerken, Gerd Heilmeier. Für künftige Fernwärmekunden entlang der geplanten Trasse seien solche Zwischenlösungen machbar, jedoch nur, wenn die Wirtschaftlichkeit für den Fernwärmeanschluss eines Gebäudes gegeben sei, betonte Heilmeier.Der Bau der Fernwärmeleitung vom Biomasseheizkraftwerk in Richtung Innenstadt beginnt demnächst. Die Wohnanlagen in der Schützenstraße 29 bis 35 werden dann so schnell wie möglich an das Fernwärmenetz angeschlossen: Spätestens im Sommer 2013, wenn Baufortschritt und Witterung es zulassen, noch Ende 2012, sagte Gerd Heilmeier. Die Anschlussleistung der Gebäude beträgt 560 kW, der Jahresenergieverbrauch rund 740.000 kWh. Der Fernwärmeanschluss lohnt sich damit für die Umwelt sehr deutlich: Bisher verbrauchte die Ölheizung der Wohnanlage rund 85000 Liter Öl pro Jahr. Durch den Bezug von klimaneutraler Fernwärme aus dem Biomasseheizkraftwerk kann dies eingespart werden.
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Pressemitteilung vom 16.02.2012
Rückbau MVA läuft auf Hochtouren
Abbau von Anlagenteile bis Juli
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Mit dem spektakulären Abheben eines 40 Tonnen schweren Elektrofilters begann die Müllverbrennung Landshut GmbH am Mittwoch offiziell die Rückbauarbeiten in der ehemaligen Müllverbrennungsanlage.
Diese ist seit Ende November Geschichte: am 25. November 2011 brannte zum letzten Mal ein Müllfeuer. Bereits knapp einen Monat später ging die Ofenlinie 3 wieder in Betrieb, allerdings mit einem anderen, umweltfreundlichen Brennstoff: künftig erzeugt ein Teil der ehemaligen Müllverbrennungsanlage als Heizkraftwerk aus Biomasse klimaneutralen Strom und Fernwärme.
Bild: 40 Tonnen wog der Elektrofilter, der mittels Rollkran auf den Boden befördert wurde
Oberbürgermeister Hans Rampf betonte, welche Chance sich durch die Einstellung des Müllfeuers und den Weiterbetrieb der Anlage als Biomasseheizkraftwerk für die Stadt Landshut ergeben habe. „Gerade jetzt bei diesen Temperaturen, dieser Kälteperiode, muss man sich hinsichtlich der Sicherheit bei der Gas- und Stromversorgung schon überlegen, was eine Stadt selbst zur Energieversorgung der Bürger beitragen kann.“ Mit der Umrüstung der MVA und der Eigenerzeugung von EEG-Strom und Fernwärme im Biomasseheizkraftwerk sei die richtige Entscheidung im Stadtrat getroffen worden, sagte der Oberbürgermeister. Die Stadtwerke Landshut sind Betreiber des Biomasseheizkraftwerkes. Werkleiter Armin Bardelle berichtete über den derzeit laufenden Probebetrieb des BMHKW und bedankte sich bei der Stadt Landshut. „Mit dem Biomasseheizkraftwerk sind wir auf dem Weg zu einem ökologisch und ökonomisch werthaltigen Unternehmen. In der Umrüstung lag eine Chance, die andere Kommunen sicher auch gerne hätten“, sagte Bardelle.
Die MVA Landshut GmbH baut die für den Betrieb des Biomasseheizkraftwerks nicht mehr benötigten Anlagenteile seit der Baustelleneinrichtung Ende Januar 2012 schrittweise zurück. Der Rückbau ist in zwei Bauabschnitte aufgeteilt: die Reinigung des Müllbunkers und der Ofenlinie 3 ist bereits erfolgt und abgeschlossen worden, bevor das Biomasseheizkraftwerk Ende Dezember den Betrieb aufnahm.
Der Abbruch der Ofenlinien 1 und 2 sowie nicht mehr benötigter Rauchgasreinigungsanlagen und Nebenaggregaten erfolgt derzeit in drei Schritten:
Rückbaubereich 1 Freibereich westlich der Ofenlinien 1 und 2
Rückbaubereich 2 Ofenlinien 1 und 2 mit Nebenanlagen innerhalb des Ofenhauses
Rückbaubereich 3 Rauchgasreinigung samt Schornstein
Einfach ist der Rückbau nicht, denn parallel läuft die Stromerzeugung im Biomasseheizkraftwerk. Arbeitsschutz und Betriebssicherheit haben höchste Priorität beim Rückbau. Das Wasserwirtschaftsamt sowie das Gewerbeaufsichtsamt Landshut begleiten den Rückbau. Um sicherzustellen, dass die Eingriffe in die Bausubstanz nicht zu Schäden führen, wurde zudem ein Beweissicherungsverfahren für die weiter genutzten baulichen Anlagen durchgeführt, erläuterte der Geschäftsführer der MVA Landshut GmbH, Horst Denk. Zusätzlich sind mehrere Grundwassermessstellen, Wasser- und Bodenuntersuchungen sowie externe Untersuchungen bezüglich Staub- und möglicher Lärmbelastungen während der Rückbaumaßnahmen vorgesehen.
Bild: Horst Denk, Geschäftsführer der MVA Landshut GmbH (re), erläutert v.l. Werkleiter Armin Bardelle, Oberbürgermeister Hans Rampf und Stadträtin Sigi Hagl den Rückbau der nicht benötigten Anlagenteile
Besonderes Anliegen ist der MVA Landshut GmbH das Recycling-Konzept. Dieses sieht vor, möglichst viele Materialien wie Eisen, Nichteisenmetalle, Bauschutt und ähnliches einer Wieder- oder Weiterverwertung zuzuführen. Motoren, Schalteinrichtungen und technische Einrichtungen, die zum Weiterbetrieb der Anlage als Biomasseheizkraftwerk nutzbar sind, hat die MVA Landshut GmbH den Stadtwerken Landshut überlassen.
Durch eine möglichst saubere Trennung und Aufbereitung des Abbruchmaterials sollen Stähle nach verschiedenen Legierungen sowie Nichteisenteile insbesondere Kupfer in den Wirtschaftsprozess rückgeführt werden.
Technische und allgemeine Daten des Rückbaus:
- die Rückbauzeit beträgt voraussichtlich sechs Monate bis Ende Juli 2012
- der Rückbauumfang umfasst 31.000 cbm umbauten Raum
- Höhe des abzubrechenden Schornsteins 50 Meter über Geländehöhe
- Höhe des Ofenhauses 17 Meter über Gelände
- Höhe der Rauchgasreinigung bis zu 28 Meter über Gelände
Kosten des Rückbaus:
Die Abbruchkosten setzen sich aus mehreren Bauabschnitten, Einzelvergaben und –aufträgen zusammen. Eine belastbare Kostenschätzung konnte die MVA Landshut GmbH, die die Kosten der Maßnahme trägt, deshalb derzeit nicht geben. Die Rücklagen von zwei Millionen Euro werden vermutlich nicht vollständig verbraucht werden, sagte Geschäftsführer Horst Denk.
Bild: bei der Pressekonferenz erläuterte der Geschäftsführer der MVA Landshut GmbH, Horst Denk (re stehend) den Rückbau
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Pressemitteilung vom 30.01.2012
Grüne Energietour macht Station
im BMHKW der Stadt Landshut
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Bei der Energietour der Grünen aus Stadt und Landkreis Landshut stand am vergangenen Samstag auch das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Landshut auf dem Programm. Neben einer Betriebsführung gab es einen Vortrag über die ersten Erfahrungen des BMHKW.
Die Kreisverbände der Grünen Stadt und Land Landshut machten Station im Biomasseheizkraftwerk, v.l. Markus Scheuermann, Vorstand Kreisvb der Grünen Stadt Landshut, Werkleiter Armin Bardelle, Hedwig Borgmann, Vorstandssprecherin der Grünen Stadt Landshut, Richard Geiger, Amt für Umweltschutz, Rosi Steinberger, Vorstandssprecherin der Grünen Landshut-Land
Werkleiter Armin Bardelle begrüßte die Gäste im Biomasseheizkraftwerk und begleitete die Führung durch die Anlage. Richard Geiger, der vom Amt für Umweltschutz der Stadt Landshut das Projekt von Anfang an begleitet hatte, stellte den Grünen aus Stadt und Region das Biomasseheizkraftwerk näher vor. Brennstoff macht Anlage einzigartigVor allem das Alleinstellungsmerkmal der Anlage hinsichtlich des eingesetzten Brennstoffes traf auf positive Reaktion. Das BMHKW der Stadtwerke Landshut erzeugt aus Material aus der Landschaftspflege und der kommunalen Grüngutsammlung Strom, ab Herbst 2012 nach einer technischen Umrüstung auch Fernwärme. Den Brennstoff liefern vorrangig private Kompostierbetriebe, Straßenmeistereien und Landschaftspflegeverbände aus der Region. Das BMHKW ist, als ehemalige Müllverbrennungsanlage, mit einer robusten Technik ausgerüstet, die die Verbrennung dieses Landschaftspflegematerials sowie von minderwertigem Waldrestholz und Stroh ermöglicht. Damit ist die Anlage einzigartig: bestehende Heizkraftwerke können Landschaftspflegehölzer nur zu einem Zehntel beimischen, sagte Richard Geiger. Strom für 5.800 HaushalteDas BMHKW erzeugt seit Beginn des Biomassefeuers Ende Dezember EEG-Strom. Nach der technischen Umrüstung und Optimierung der Ofenlinie drei im Frühjahr und Sommer 2012 können rund 5.800 Haushalte mit Energie versorgt werden. Die Eigenstromerzeugung der Stadtwerke steigt mit dem Biomasseheizkraftwerk von derzeit acht auf 12 Prozent. Fernwärme für 4000 HaushalteNeben der Stromerzeugung soll in der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung auch Fernwärme entstehen, rund 61 Gigawattstunden pro Jahr. Damit können rein rechnerisch 4000 Haushalte Fernwärme beziehen. Vorrangig beliefern die Stadtwerke ab Herbst 2012 öffentliche Einrichtungen und Wohnanlagen, erläuterte Richard Geiger. Im Frühjahr beginnt der Ausbau des Fernwärmenetzes. In diesem Jahr sollen vom Biomasseheizkraftwerk bis zur Konrad-Adenauer Straße Fernwärmeleitungen verlegt werden, so dass ab der Heizperiode im Herbst 2012 die ersten Einrichtungen wie die Fachhochschule Landshut und weitere Einrichtungen sowie auch Privatkunden mit Fernwärme heizen können.
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Pressemitteilung vom 13.01.2012
Vorbereitungen für Bau der Fernwärmeleitungen
Baumfällarbeiten in der Unteren Auenstraße
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Mitte Januar beginnen die Stadtwerke Landshut mit Baumfällarbeiten in der Unteren Auenstraße im Bereich des Altenheimes St. Rita. Auf dem Geh- und Radweg entlang der Großen Isar kann es deshalb zu Behinderungen kommen.
Die Stadtwerke Landshut verlegen in diesem Jahr die Fernwärmehaupttrasse vom Biomasseheizkraftwerk über die Untere Auenstraße in Richtung Konrad-Adenauer Straße. Im Bereich des Altenheimes St. Rita beginnen ab Mittwoch, 18. Januar 2012, dazu notwendige Baumfällarbeiten.
Im Frühjahr kombinieren die Stadtwerke Landshut Baumaßnahmen für einen Abwasserkanal mit der Verlegung der Fernwärmeleitung. Rechts entlang der Unteren Auenstraße sind ab der Einmündung Huchenweg bis zum Biomasseheizkraftwerk dazu ebenfalls Rodungs- und Auslichtungsarbeiten von Bäumen und Buschwerk erforderlich. Genauere Informationen erfolgen vor Aufnahme dieser Maßnahme, geplant ist die Durchführung der vorbereitenden Landschaftsarbeiten im Februar 2012.
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Pressemitteilung vom 27.12.2011
Biomassefeuer brennt
Stadtwerke Landshut speisen EEG-Strom aus Biomasse ins Netz ein
Die ersten Lieferungen von Brennstoff für das Biomasseheizkraftwerk sind in dieser Woche eingetroffen. Seit Montag sammelt sich Grüngut, Strauch- und Baumschnitt aus der kommunalen Landschaftspflege im Bunker der ehemaligen Müllverbrennungsanlage. Die Biomasse kommt aus der Region: ansässige Grüngutentsorger liefern täglich bis zu 180 Tonnen Landschaftspflegematerial an das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Landshut.
Seit zwei Tagen läuft das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Landshut. Am Mittwochmittag wurde das Feuer in der Brennkammer der Ofenlinie 3 angefacht. Zur Verbrennung kommt Biomasse aus der kommunalen Grüngutsammlung.
Bis zu zwei Megawatt Strom produziert das Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) seit Mittwoch täglich, 170 Tonnen Biomasse werden dafür verbrannt. Die Wärme, die bei der Verbrennung entsteht, dient vorerst nur dem Eigenbedarf der Anlage.
Der stellvertretende Werkleiter der Stadtwerke Landshut, Jürgen Baron, und der Betriebsleiter des E-Werks, Karl-Heinz Illenseher sind wie auch Anlagenleiter Hans-Jörg Eisner mit dem problemlosen Anlaufen des BMHKW vollauf zufrieden: „Wir sind im stabilen Betrieb und fahren etwa 80 Prozent der möglichen Leistung“, sagt Hans-Jörg Eisner. Bis zu 2,5 Megawatt Strom kann das BMHKW täglich maximal ins Stromnetz einspeisen. Die Anlage läuft seit dem Anfeuern am vergangenen Mittwoch problemlos. Die Energieeffizienz zu steigern, ist nun das Ziel der Projektgruppe BMHKW. „Wir tasten uns langsam heran, probieren verschiedene Modelle und Feineinstellungen“, sagt Hans-Jörg Eisner.
Seit dem Ende des Müllfeuers am 25. November 2011 arbeiteten die Stadtwerke Landshut und die Mitarbeiter im BMHKW unter Hochdruck auf die schnelle Inbetriebnahme als Biomasseheizkraftwerk. Die große Umrüstung der ehemaligen Müllverbrennungsanlage sowie der Rückbau der Ofenlinien 1 und 2 beginnen im Frühjahr 2012. Bis zum Herbst 2012 soll auch das Fernwärmenetz soweit ausgebaut sein, dass die ersten Fernwärmekunden wie die Fachhochschule Landshut und Anlieger der Fernwärmetrasse entlang der Unteren Auenstraße mit Fernwärme versorgt werden können. Der Vollausbau des Fernwärmenetzes ist bis 2015 vorgesehen.
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Pressemitteilung vom 19.12.2011
Genehmigung von der Regierung
für Inbetriebnahme BMHKW
Pünktlich zur geplanten Inbetriebnahme des Biomasseheizkraftwerkes (BMHKW) Landshut erhielten die Stadtwerke Landshut von der Regierung von Niederbayern die Genehmigung. Abteilungsdirektor Walter Czapka übergab Werkleiter Werner Maier am Montag in der Regierung von Niederbayern den Genehmigungsbescheid. Er freute sich über einen konkreten Schritt zur regionalen Energieversorgung aus nachwachsenden Rohstoffen und wünschte dem Biomasseheizkraftwerk einen guten Start.
v.l. stehend Elfriede Völk, Verfahrensleiterin Regierung v. Ndb., Hans-Jörg Eisner, Anlagenleiter, Günter Raab, technischer Umweltschutz Reg.v.Ndb., Richard Geiger, Projektleiter Stadt Landshut, Amt für Umweltschutz, und vorne sitzend Walter Czapka, Abteilungsdirektor Reg. v.Ndb., Werner Maier, Werkleiter Stadtwerke Landshut
„Die Energiewende ist zwar in aller Munde, aber dass eine so große Anlage in Betrieb geht, ist nicht alltäglich“, sagte Walter Czapka. Besonders erfreut zeigte sich Czapka darüber, dass als Brennstoff bisher weitgehend ungenutztes Material verwendet wird. Werkleiter Werner Maier bedankte sich für die unterstützende Begleitung durch die Regierung von Niederbayern und die Einhaltung des sehr engen Zeitplanes.
Gutachten zu Luftreinhaltung, Lärmschutz und Brandschutz mussten erstellt und zahlreiche Fachstellen beteiligt werden. Erschwerend kam hinzu, dass parallel ein Bebauungsplan aufzustellen und der Flächennutzungsplan zu ändern war. Die parallelen Verfahren verursachten einen entsprechend hohen Koordinierungsaufwand. Am Ende des Genehmigungsverfahrens, das erst am 8. Juli 2011 begonnen hat, stand ein in sich schlüssiger positiver Bescheid für den Betrieb des Biomasseheizkraftwerks.
Auch haben die Brennstoffe und vor allem der Anfahrbetrieb vor dem eigentlichen Umbau einige Fragen aufgeworfen, denen nicht mit Standardlösungen zu begegnen war. Als Brennstoff sind ausschließlich naturbelassenes Holz und Strauchschnitt aus der kommunalen Sammlung und der Landschaftspflege zugelassen. Zusätzlich darf bis zu 30 % Stroh eingesetzt werden. Weitere Brennstoffe sind nicht zugelassen und durch den Rückbau der weitergehenden Rauchgasreinigung auch in Zukunft ausgeschlossen.
Die Anlage geht nach der Grundreinigung und minimalen Umbauten noch diese Woche in Betrieb. Die größere Umrüstung und Optimierung des BMHKW beginnt erst in der frostfreien Zeit ab dem Frühjahr 2012. Entsprechend war diese Übergangszeit genehmigungstechnisch zu gestalten.
Der Genehmigungsbescheid wurde bereits im Vorfeld zur Anhörung vorgelegt, so dass Anlagenleiter Hans Eisner alle Auflagen für den Start des Biomasseheizkraftwerkes umsetzen konnte. Nachdem der Bescheid vorliegt, kann die Anlage gleich im Anschluss in Betrieb gehen und die ersten Kilowattstunden EEG-Strom noch diese Woche ins Netz einspeisen.
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Pressemitteilung vom 16.12.2011
Erste Biomasse-Lieferung eingetroffen
BMHKW startet demnächst
Die ersten Lieferungen von Brennstoff für das Biomasseheizkraftwerk sind in dieser Woche eingetroffen. Seit Montag sammelt sich Grüngut, Strauch- und Baumschnitt aus der kommunalen Landschaftspflege im Bunker der ehemaligen Müllverbrennungsanlage. Die Biomasse kommt aus der Region: ansässige Grüngutentsorger liefern täglich bis zu 180 Tonnen Landschaftspflegematerial an das Biomasseheizkraftwerk der Stadtwerke Landshut.
Nach den ersten Lieferungen lagern mittlerweile rund 400 Tonnen Landschaftspflegematerial im Bunker des BMHKW. Voraussichtlich am Dienstag, den 20. Dezember 2011 geht die Ofenlinie 3 mit diesem Brennstoff wieder in Betrieb: Die Verbrennung von Biomasse liefert klimaneutral erzeugten Strom. Ab März 2012 wird die Anlage umgerüstet und mit dem Bau eines Fernwärmenetzes begonnen. Die Stadtwerke Landshut haben erste Wärmeabnehmer bereits vertraglich gebunden. Der erste Bauabschnitt des Fernwärmenetzes erstreckt sich in einem Strang zur Hochschule Landshut und in einem zweiten Strang in der Unteren Auenstraße über die Konrad-Adenauer-Straße zur Breslauer Straße. In diesem Bereich werden die ersten Objekte bereits in der nächsten Heizperiode mit Wärme versorgt.
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Pressemitteilung vom 16.12.2011
Straubing neuer Lieferpartner
Zügig schreiten die Arbeiten der Projektgruppe Biomasseheizkraft (BMHKW) rund um die Umrüstung und die geplante Inbetriebnahme voran. Erst kürzlich wurde den Stadtwerken als BMHKW-Betreiber in der Regierung von Niederbayern der Genehmigungsbescheid übergeben. Jetzt gibt es wieder gute Nachrichten: Neben den bereits bestehenden Lieferanten-Verträgen mit privaten Kompostierungsunternehmen ist zudem ein Vertrag auf kommunaler Ebene geschlossen worden. Der Zweckverband Abfallwirtschaft Stadt und Land Straubing strebt gemeinsam mit der Stadt eine langfristige kommunale Zusammenarbeit an. Oberbürgermeister Hans Rampf und der Zwecksverbandsvorsitzende Landrat Alfred Reisinger unterzeichneten im Landshuter Rathaus den gemeinsamen Liefervertrag für holziges Grüngut aus der kommunalen Erfassung für das BMHKW Landshut.
Der Zweckverband Abfallwirtschaft Stadt und Land Straubing (ZAW-SR) betreibt für das Zweckverbandsgebiet eine Vergärungs- und Kompostieranlage in Aiterhofen bei Straubing. Die biologischen Abfälle werden in dieser Anlage vorwiegend in Biogas umgewandelt. Die in der Vergärung störenden holzigen Anteile werden abgesiebt und sollen künftig als Brennstoff im BMHKW Landshut eingesetzt werden.
„Wir freuen uns darüber, dass Straubing mit einsteigt.“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf bei der Vertragsunterzeichnung. Mit dabei waren auch der ZAW-SR-Geschäftsführer Anton Pirkl, Richard Geiger vom Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt sowie Leiter der Projektgruppe Biomasseheizkraftwerk, und Michael Horix, der Inhaber der Firma Horix Powermanagement und beratender Unternehmer im Auftrag der Stadtwerke, dem Betreiber des Biomasseheizkraftwerkes.
Rampf wertete die Entscheidung der künftigen Zusammenarbeit des Landkreises Straubing als positives Signal in Bezug auf die jüngste Entscheidung der Stadt, die Umrüstung der Müllverbrennungsanlage in ein BMHKW voranzutreiben und umzusetzen. Mit Straubing, so das Stadtoberhaupt, habe die Stadt einen Partner mit im Boot, der in Hinblick auf die Wirtschaftlichkeit zum einen langfristige Planungssicherheit geben und zum anderen als kommunaler Anbieter wettbewerbsneutral verträgliche Preise anbieten könne.
Landrat Alfred Reisinger bestätigte Rampfs Aussage: „Wir haben einen vernünftigen und fairen Preis ausgehandelt, der auch die Entwicklung des BMHKW fördert.“ Den Termin zur Vertragsunterzeichnung, so Reisinger, habe er sehr gerne wahrgenommen. Schließlich sei die Zusammenarbeit für beide Seiten von Vorteil. „Wir müssen uns gegenseitig unterstützen.“, betonte Reisinger. Wie Rampf, ist auch er der Überzeugung, dass man alle Möglichkeiten der Eigenenergieerzeugung ausschöpfen müsse, um auf dem weit gestreuten Energiemarkt ein Stück unabhängiger zu sein, weg von atomarer Energie oder an Gewinn-Maximierung orientierten Unternehmen. „Sie haben die richtige Entscheidung getroffen“, betonte Reisinger. Rohstoffe, die vor der Haustüre liegen, ergänzte er sinnbildlich, müsse man auch nutzen.

Biomasseheizkraftwerk: "Auf eine gute Zusammenarbeit" - die Verträge auf kommunaler Ebene sind geschlossen. (von links, sitzend) Der stellvertretende kommissarische Stadtwerkeleiter, Jürgen Baron, Oberbürgermeister Hans Rampf, der Straubinger Landrat und Vorsitzende des Zweckverbands Abfallwirtschaft Stadt und Land Straubing (ZAW-SR), Alfred Reisinger, der ZAW-SR-Geschäftsführer Anton Pirkl, (von links, stehend) der Projektleiter Biomasseheizkraftwerk, Richard Geiger, und Michael Horix, der Inhaber der Firma Horix Powermanagement und beratender Unternehmer im Auftrag der Stadtwerke.
Mit dem Biomasseheizkraftwerk hat die Stadt in punkto Materialverbrennung ein Alleinstellungsmerkmal – die Anlage kann nämlich auch Material schlechterer Qualität verbrennen, sprich Schnittabfall, das beispielsweise im Rahmen von Landschaftspflege anfällt. Mit der Vertragsunterzeichnung wird nun künftig auch holziges Grüngut aus Straubing in Landshut in Energie und Wärme umgewandelt. Wie Rampf informierte, könnten in Zukunft insgesamt rund 6000 Haushalte mit Fernwärme versorgt werden.
Ab März wird mit der Umrüstung der kompletten Anlage und dem Bau eines Fernwärmenetzes begonnen. Anfang Oktober soll das BMHKW dann komplett in Betrieb gehen.
Stellvertretend für die Stadtwerke bedankte sich der stellvertretende kommissarische Leiter, Jürgen Baron, für die guten konstruktiven Vorgespräche: „Wir freuen uns, Sie als Partner gewonnen zu haben“.
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Pressemitteilung vom 01.12.2011
MVA zur Umrüstung übergeben
für sauberen Strom und Wärme
Jetzt ist es offiziell: Die letzten Tage der Müllverbrennungsanlage Landshut (MVA) sind gezählt, die Umrüstung in ein Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) kann beginnen. Am Dienstag fand auf dem MVA-Gelände im feierlichen Rahmen unter Beteiligung hochrangiger Gäste die Rückgabe an die Stadtwerke statt. Betriebsakten und ein eher ungewöhnliches „Abschiedsgeschenk“, das für Schmunzeln im Publikum sorgte, erhielt Oberbürgermeister Hans Rampf von seinem Amtskollegen aus Regensburg, Oberbürgermeister Hans Schaidinger, der Aufsichtsratvorsitzender der MVA Landshut GmbH ist.
Ab sofort steht dem nächsten Schritt der Neuausrichtung der kommunalen Energie- und Wärmeversorgung mit der noch in diesem Jahr beginnenden Umrüstung der MVA nichts mehr im Wege. Für Horst Denk, dem Geschäftsführer der MVA, war die Übergabe am Dienstag der Einstieg in die letzte Amtshandlung, den Teilrückbau. Er erinnerte an den Beitritt der Müllverbrennungsanlage Landshut zum Zweckverband Müllverwertung Schwandorf (ZMS) im Jahr 2006 bis zur Abschaltung vor rund zwei Wochen. Über 190.000 Tonnen Müll seien in diesen fünf Jahren umweltfreundlich zu Strom verarbeitet und an die Stadtwerke abgegeben worden. Allen, besonders den Kraftwerks-Beschäftigten, dankte er für ihren vorbildlichen Einsatz. Oberbürgermeister Hans Rampf und Regensburgs Oberbürgermeister und ZMS-Vorsitzender, Hans Schaidinger, bekräftigten Denks Aussage: „Ihnen allen, einschließlich des Geschäftsführers, ist es gelungen, in den vergangenen Jahren das Kraftwerk sicher und bestimmungsgemäß zu betreiben, dafür gebührt Ihnen große Anerkennung. Dass mit der Kraftwerksweiterführung 15 Arbeitsplätze erhalten werden konnten, war für Rampf zudem ein großes Anliegen.
Die MVA Landshut ist laut Denk die sechste Anlage in Bayern, die stillgelegt wird – allerdings wurde bislang keine von ihnen in ein BMHKW umgerüstet. Vor diesem Hintergrund bezeichneten Rampf und Schaidinger den Anlass als besonders und hochinteressant. Schließlich erhalte die Stadt Landshut mit dem Ende der MVA ein funktionsfähiges Kraftwerk zurück, mit dem die Stadtwerke durch die Umrüstung in ein BMHKW einen weiteren Baustein zur regionalen Energieerzeugung und Wertschöpfung schaffen können. Die Eigenstromerzeugung wiederum bedeutet für Landshut vor allem ein Stück mehr Unabhängigkeit weg von atomarer Energie. Egal ob für den Bürger, die Stadt, den ZMS oder die Wirtschaft – als einen Erfolg für alle Beteiligten bezeichnete Schaidinger die bisherige „gute, konstruktive und ergebnisorientierte Zusammenarbeit der Stadt Landshut mit der ZMS“. Die Stadt würdigte er als stets kompetenten und flexiblen Partner, der die kommunale Solidargemeinschaft auch politisch gestärkt habe und die Wirtschaftlichkeit des gesamten Verbandes durch ihren Beitritt langfristig gefestigt habe.
Mit den besten Wünschen für eine langfristig gute Wirtschaftlichkeit für das BMHKW überreichte Schaidinger Rampf neben wesentlichen Betriebsakten symbolisch eine erste „Lieferung“ Landschaftspflegematerial. „Mit der Umwandlung der Müllverbrennungsanlage in ein Biomasseheizkraftwerk gehen wir in mehrfacher Hinsicht einen Schritt in die Zukunft.“, betonte das Stadtoberhaupt.
Das BMHKW sei ein wichtiger Baustein im Hinblick auf das vom Stadtrat beschlossene Ziel bis 2037 als Kommune energieautark zu sein. An dieser Stelle bedankte sich Rampf beim gesamten Stadtrat, der die Entscheidung pro BMHKW wohlwollend mitgetragen habe. Er würdigte die Projektgruppe der Stadtwerke, besonders den Leiter Richard Geiger, die im Vorfeld bis zur Abstimmung im Plenum vor zwei Monaten – beispielsweise bei der Akquise einzelner Zulieferer oder Abnehmer – ganze Arbeit geleistet haben. Erster prominenter Abnehmer von Wärme war die Hochschule, die als Vorbild für weitere Kunden fungiert habe, informierte Rampf. In Zukunft könnten insgesamt rund 6000 Haushalte in Landshut mit Fernwärme versorgt werden.
Die umfassenden Dankesworte des Oberbürgermeisters schlossen alle am Projekt Beteiligten ein, besonders die ZMS: „Ohne die Unterstützung des ZMS hätte diese – politisch umstrittene – Entscheidung nicht so schnell herbeigeführt werden können. Sie standen von Anfang an hinter uns.“ Durch die Unterstützung, vor allem bei den anfänglichen Machbarkeitsstudien und Versuchen, betonte Rampf, und durch die konstruktive Begleitung, insbesondere durch den Geschäftsführer Horst Denk, seien wesentliche Weichen gestellt worden und die positive Entwicklung des Projekts bis jetzt erst möglich gemacht.
Foto: Ein ganz besonderer Tag: Regensburgs Oberbürgermeister und Aufsichtsratvorsitzender der MVA Landshut GmbH, Hans Schaidinger (links), übergab Oberbürgermeister Hans Rampf (rechts) gemeinsam mit dem MVA-Geschäftsführer, Horst Denk, symbolisch einen Karren Landschaftspflegematerial für das künftige Biomasseheizkraftwerk.
Zur Info:
Der Zweckverband Müllverwertung Schwandorf besteht aus 17 Landkreisen und kreisfreien Städten, deckt circa ein Fünftel der Fläche Bayerns ab und entsorgt die Abfälle aus den grauen Restmülltonnen von rund 1,86 Millionen Einwohnern. Der Verbandsvorsitzende, der Regensburger Oberbürgermeister Hans Schaidinger, bezeichnet den Zweckverband gerne als eine starke kommunale Familie, die in dieser Form die Daseinsvorsorge einer zuverlässigen und umweltfreundlichen Abfallentsorgung optimal erfüllen kann. Seit 2006 ist die Stadt Landshut Mitglied im ZMS und profitiert von der kostengünstigen Entsorgungsmöglichkeit.
Die Abfälle werden im Müllheizkraftwerk Schwandorf, die etwa zehn Mal größer ist als die MVA Landshut, mit einer optimalen Energieausbeute verbrannt. Die für die angelieferten Müllmengen in den vergangenen Jahren zurückgeflossenen Überschusseinnahmen der ZMS an die Stadt kamen den Bürgern in Form von günstigeren Entsorgungskosten zugute. Die Stadt bleibt auch weiterhin Verbandsmitglied beim ZMS – somit kann den Bürgern weiterhin langfristig eine sichere und kostengünstige Entsorgung gewährleisten werden. Künftig liefern die Müllfahrzeuge der Stadt Landshut ihre Fracht also nicht mehr zur MVA, sondern zur Müllumladestation (MUS) in Wörth – von dort aus wird der Müll nach Schwandorf transportiert.
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Pressemitteilung vom 19.10.2011
Landshut als positives Musterbeispiel
Umweltminister Söder lobt Umrüstungspläne für ein BMHKW
Im Vorfeld der Plenumsentscheidung am kommenden Freitag kam am Montagabend kurzfristig der Staatsminister für Umwelt und Gesundheit, Dr. Markus Söder, nach Landshut. In der Müllverbrennungsanlage informierte sich der Minister vor Ort über den Stand der geplanten Umrüstung der Müllverbrennungsanlage zum Biomasseheizkraftwerk.
Die Umrüstung sei eine Landshuter Lösung für Landshuter Bürger und ein positives Musterbeispiel in Sachen Energiewende, sagte Umweltminister Dr. Markus Söder. „Es drängt sich geradezu auf, aus erneuerbaren Ressourcen, die auf heimischem Boden wachsen, Energie zu gewinnen“, sagte Söder. Ein Biomasseheizkraftwerk sei zudem grundlastfähig, hier könne unabhängig von Tages- oder Jahreszeit Energie gewonnen werden. Die vorhandenen Strukturen der bestehenden Anlage für die regionale Energieversorgung zu nutzen, bezeichnete Söder als intelligente Lösung. „Auch die Altlastensanierung und Stilllegung hätte etwas gekostet“. Die Energiewende sei unabdingbar, jetzt gelte es für Städte und Kommunen, diese dezentral und regional mit zu gestalten, um auch beim Energiepreis künftig unabhängig zu sein. Zudem komme der Stadt Landshut beim Thema Energie eine besondere Stellung zu, sagte Umweltminister Söder. „Landshut fordert nicht nur, Isar 1 abzuschalten, sondern investiert in die erneuerbare Energieversorgung“, sagte Dr. Markus Söder. Oberbürgermeister Hans Rampf klärte den Staatsminister für Umwelt und Gesundheit über den Stand der Planungen auf: im Frühjahr sei der Grundsatzbeschluss im Stadtrat gefallen, aus der MVA nach der Stilllegung Ende des Jahres ein Biomasseheizkraftwerk zu machen. Seitdem hätten die Projektbeteiligten Brennstofflieferanten wie auch Fernwärmeabnehmer gewonnen, Genehmigungen und Umbaupläne vorangetrieben und die Wirtschaftlichkeit geprüft. „Die Umrüstung zum Biomasseheizkraftwerk ist für die Stadt ein Riesenschritt in die richtige Richtung“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf. Er bedankte sich für die Rückendeckung des Umweltministers. „Mit ihrem Besuch sehe ich uns auf unserem Weg und in unserer Philosophie gestärkt“, sagte Rampf.
Foto: v.l. stv. Werkleiter Jürgen Baron, Stadtdirektor Andreas Bohmeyer, Umweltminister Dr. Markus Söder, Oberbürgermeister Hans Rampf, kommissarischer Werkleiter Werner Maier, und der Projektleiter Richard Geiger, Amt für öff.Ordnung und Umweltschutz
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Pressemitteilung vom 18.10.2011
Weiterer Baustein für Biomasseheizkraftwerk
Erneut Vertrag mit Biomasse-Lieferant unterzeichnet
Die geplante Umrüstung der Müllverbrennungsanlage Landshut zum Biomasseheizkraftwerk schreitet voran: Am Montagnachmittag wurde erneut ein Vertrag zwischen dem künftigen Betreiber des Biomasseheizkraftwerkes, den Stadtwerken Landshut, und einem Biomasselieferanten aus der Region unterzeichnet.
Im Beisein von Oberbürgermeister Hans Rampf und dem kommissarischen Werkleiter Werner Maier unterzeichneten Rita und Franz Högl, die Geschäftsführer der Högl Kompost und Recycling GmbH aus Volkenschwand, einen Vertrag über die Lieferung von 10.000 Tonnen Grüngut/Landschaftspflegeholz pro Jahr.
Mit den bereits unterzeichneten Verträgen mit drei Unternehmen aus der Region sind damit 30.000 Tonnen Landschaftspflegeholz pro Jahr für das geplante Biomasseheizkraftwerk vertraglich zugesichert. Auf bis zu 45.000 Tonnen Landschaftspflegematerial / Jahr können diese Brennstoff-Lieferverträge mit den Partnerfirmen erweitert werden.
Oberbürgermeister Hans Rampf freute sich, mit der Firma Högl einen Partner gefunden zu haben, mit dem die Stadt seit 15 Jahren positive Erfahrungen gemacht hat. „Die Umrüstung der MVA zum Biomasseheizkraftwerk ist ein ehrgeiziges Projekt der Stadt. Zahlen und Fakten sprechen für sich“, sagte Rampf. Bei einem endgültig positiven Entscheid des Stadtratplenums am kommenden Freitag soll der Betrieb des Biomasseheizkraftwerkes noch im Dezember 2011 starten. „Wir haben unsere Hausaufgaben gemacht, so wie wir jetzt mit dem Projekt zur Entscheidung dastehen“, sagte der kommissarische Werkleiter der Stadtwerke Landshut, Werner Maier. Sein Lob galt dem Planungsteam um Richard Geiger vom Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt der Stadt Landshut, der das Projekt maßgeblich vorangetrieben habe. „Wir haben ein funktionierendes Kraftwerk, die Müllverbrennungsanlage, darum ist es logisch, das Biomasseheizkraftwerk jetzt anzugehen“, sagte Werner Maier. Richard Geiger betonte, dass die Anlage technisch funktioniere, auch mit dem neuen Verbrennungsmaterial Biomasse. „Das Projekt ist abgesichert, wir müssen nur mehr optimieren und schauen, wie wir noch mehr Wärme herauskitzeln“, sagte Geiger.
Lob gab es von Rita und Franz Högl: „Die vorherige Einrichtung umzurüsten, ist ein logischer Schritt, und wir freuen uns, dabei sein zu können“, sagte Franz Högl. Die Volkenschwander Firma liefert schon heute an Biomasseheizkraftwerke, muss dafür aber weitere Anlieferstrecken in Kauf nehmen. „Wir können uns auch ethisch entspannt zurücklehnen, weil das Biomasseheizkraftwerk in Landshut nur ein reines Restprodukt, die holzigen Anteile aus dem Grünschnitt, verwertet“, sagte Rita Högl.
Der Brennstoffbedarf des geplanten Biomasseheizkraftwerks liegt ab dem Jahr 2013, abhängig von den eingesetzten Biomassen Landschaftspflegeholz und Stroh, zwischen 47.500 und 60.000 Tonnen pro Jahr. Im Jahr 2012 ist der Brennstoffbedarf bedingt durch Rück- und Umbaumaßnahmen noch auf etwa die Hälfte der Jahresmenge begrenzt.
Das Biomasseheizkraftwerk Landshut soll nach der geplanten Umrüstung der Müllverbrennungsanlage und dem Aufbau eines Fernwärmenetzes im Bereich Landshut Ost die Bürger langfristig und nachhaltig mit CO2-neutraler Energie und Wärme versorgen. Das dabei genutzte Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht eine optimale Energieausbeute durch die Produktion von Strom und Wärme. Die Stadt Landshut kommt damit ihrem Ziel näher, bis 2037 energieautark zu sein. „Die Umrüstung der MVA zum Biomasseheizkraftwerk bedeutet einen Riesensprung in der Eigenerzeugung der Stadtwerke“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf. Franz Högl gab ihm uneingeschränkt recht. „Es wäre fast unverantwortlich, das nicht zu machen“.
Anschließend zur Vertragsunterzeichnung fuhren die Projektbeteiligten zur Deponie Spitzlberg, um den künftigen Brennstoff des Biomasseheizkraftwerkes zu besichtigen: in den Grüngutcontainern in Stadt und Region wird Gartenschnitt und Landschaftspflegematerial gesammelt und in Spitzlberg auf einer Siebanlage von Sand und Erde getrennt. Je nach Jahreszeit verbleibt das Landschaftspflegeholz dann mehrere Tage dort liegen und wird immer wieder umgeschichtet. Der Verrottungsprozess sorgt dafür, das grüne Bestandteile des Grünguts verkrümeln. Im Biomasseheizkraftwerk kommt dann der holzige Rest zur Verbrennung.
Foto: v.l. kommissarischer Werkleiter Werner Maier, Oberbürgermeister Hans Rampf und die Geschäftsführer der Högl GmbH, Rita und Franz Högl, unterzeichneten die Verträge
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Pressemitteilung vom 07.10.2011
Standortvorteil Biomasseheizkraftwerk
Verträge mit namhaften Biomasse-Lieferanten geschlossen
Die Umrüstung der Müllverbrennungsanlage Landshut zum Biomasseheizkraftwerk schreitet planmäßig voran. Im Beisein von Oberbürgermeister Hans Rampf wurden am Donnerstagnachmittag im Rathaus zwischen den Stadtwerken Landshut, vertreten durch den kommissarischen Werkeleiter Werner Maier, und drei namhaften Kompostierungsunternehmen, der Ostermaier GmbH, Land- und umwelttechnische Dienstleistungen, der Firma MWH Mittermeier, Biomasse-Brennstoff- und Rohstoffhandel, und der Rothofer Umwelt OHG, die Biomasselieferverträge unterzeichnet.
Foto: Vertrag abgeschlossen (von links): der kommissarische Werkeleiter Werner Maier, Oberbürgermeister Hans Rampf, Martin Mittermeier von MWH Mittermeier und Josef Ostermeier von der Firma Ostermeier GmbH
Die Verträge haben ein Volumen von bis zu 30.000 Tonnen pro Jahr Landschaftspflegeholz. Oberbürgermeister Hans Rampf freute sich darüber, dass mit der Unterzeichnung der Verträge drei namhafte private Kompostierungsunternehmen in das Projekt eingebunden werden konnten. Weitere Verträge, unter anderem mit zwei kommunalen Zweckverbänden, stehen bis zur Entscheidung des Plenums der Stadt Landshut am 21.Oktober noch zur Unterzeichnung an. "Mit der Unterzeichnung ist ein wesentliches Kriterium der Anlagenfortführung als Biomasseheizkraftwerk erfüllt“, betonte der kommissarische Werkeleiter Werner Maier. Oberbürgermeister Hans Rampf dankte allen an der Umsetzung Beteiligten. „Sie haben eine hervorragende Arbeit geleistet“, bestätigte Maier Rampfs Aussage.
Foto: Der kommissarische Werkeleiter, Werner Maier, Oberbürgermeister Hans Rampf, Martin Rothofer, der Inhaber der Rothofer Umwelt OHG; (von links stehend) Mathias Hösl von den Stadtwerken Landshut, Michael Horix, Inhaber der Firma Horix Powermanagement und beratender Unternehmer im Auftrag der Stadtwerke, Richard Geiger vom Amt für öffentliche Ordnung und Umwelt, Fachbereich Umweltschutz, und Projektleiter Biomasseheizkraftwerk, und der stellvertretende kommissarische Werkeleiter, Jürgen Baron.
Bei einem positiven Entscheid des Plenums soll der Betrieb des Biomasseheizkraftwerks im Dezember 2011 starten. Der jährliche Brennstoffbedarf liegt ab dem Jahr 2013 in Abhängigkeit von den eingesetzten Biomassen (Landschaftspflegeholz, Stroh) zwischen 47.500 bis 60.000 Tonnen pro Jahr. Im Geschäftsjahr 2012 ist der Brennstoffbedarf bedingt durch Rück- und Umbaumaßnahmen auf die Hälfte der genannten Jahresmengen begrenzt.Das Biomasseheizkraftwerk Landshut soll nach seiner Umrüstung und dem Aufbau eines Fernwärmenetzes im Bereich Landshut Ost die Bürger der Stadt Landshut langfristig und nachhaltig mit C02-neutraler Energie versorgen. Wie Martin Mittermeier von der Firma MWH bestätigte, sei der Betrieb eines Biomasseheizkraftwerkes ein klarer Standortvorteil für eine Stadt. Das dabei genutzte Prinzip der sogenannten Kraft-Wärme-Kopplung ermöglicht eine optimale Energieausbeute durch die gekoppelte Produktion von Strom und Wärme. Die Stadt Landshut kommt damit ihrem Ziel näher, bis 2037 energiestark zu sein.
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Pressemitteilung vom 26.09.2011
Fachhochschule will Fernwärme nutzen
auf dem Weg zur grünen Hochschule
Bei der kommunalen Energiekonferenz an der Hochschule Landshut gab Präsident Prof. Dr. Karl Stoffel bekannt, die Gebäude mit Fernwärme versorgen zu lassen. Die Stadt Landshut plant die Umrüstung der Müllverbrennungsanlage MVA zum Biomasseheizkraftwerk. Am 21. Oktober entscheidet der Stadtrat endgültig über die Umrüstung der MVA. Nach einem positiven Beschluss soll ein Fernwärmenetz vorrangig im Osten der Stadt entstehen.
Der Hochschule Landshut kommt die unmittelbare Nähe zum geplanten Biomasseheizkraftwerk zugute. Mit einer Umstellung auf die Fernwärmeversorgung könnte die Hochschule 590 Tonnen CO2 jährlich einsparen. Der Erdgasverbrauch der Hochschule beträgt derzeit ca. 300.000 m3 pro Jahr. „Auf dem Weg in Richtung grüne Hochschule begrüße ich die Zusammenarbeit mit dem geplanten Biomasseheizkraftwerk in unmittelbarer Nähe der Hochschule“, sagte Präsident Prof. Dr. Karl Stoffel bei der kommunalen Energiekonferenz. Seines Erachtens sei die Nutzung der Fernwärme ein aktiver und sinnvoller Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz.
Die Stadtwerke Landshut als künftiger Betreiber des Biomasseheizkraftwerkes und Fernwärmenetzes waren bei der kommunalen Energiekonferenz mit einem Informationsstand bei der begleitenden Fachausstellung vertreten.
Bild: Auf dem Stand der Stadtwerke gab es Informationen zum geplanten Biomasseheizkraftwerk und Fernwärmenetz, v.l. Georg Haseneder, Stadtwerke Landshut Abwasserbeseitigung, Oberbürgermeister Hans Rampf, stv. Werkleiter Jürgen Baron, Richard Geiger, Amt f. Umweltschutz und Fritz van Bracht, Leiter Amt f. öff. Ordnung und Umwelt
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Pressemitteilung vom 18.07.2011
Fernwärme für die Landshuter Wohnungsbau eG
Vertrag mit den Stadtwerken Landshut unterzeichnet
Die Stadt Landshut plant, die Müllverbrennungsanlage zum Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) umzurüsten. Im Osten der Stadt soll ein Fernwärmenetz entstehen, dass die Wärme aus dem BMHKW in Wohnanlagen, Geschäftsgebäude und Behörden bringt. Als Betreiber sind die Stadtwerke Landshut vorgesehen, die derzeit den Vertrieb der Fernwärme aufbauen.
Für Johann Bergmeier, den geschäftsführenden Vorstand der Landshuter Wohnungsbau eG, ist die Nutzung der Fernwärme für mehrere Wohnanlagen in der Unteren Auenstraße die Energieversorgung der Zukunft. Ein Fernwärme-Vertrag für zwei Wohnhäuser mit insgesamt 20 Wohneinheiten auf 1.500 Quadratmetern wurde kürzlich mit den Stadtwerken Landshut abgeschlossen. „Die Fernwärme nicht zu nutzen, wenn die Trasse hier vor der Nase liegt, wäre nicht zu rechtfertigen“, sagt Johann Bergmeier. Zum einen aus Umweltgründen, weil die Fernwärmetechnik allein in den beiden bisher vorgesehenen Gebäuden Untere Auenstraße 7 und 7a alljährlich rund 30 Tonnen CO2 einspart. Zum anderen, weil Fernwärme eine langfristig sichere und damit kostengünstige Energieversorgung darstellt. „Die Nebenkosten zu senken und stabil zu halten, kommt den Mietern zugute“, sagt Bergmeier. Als erster Vertragsunterzeichner aus dem Wohnungsbau übernimmt die Landshuter Wohnungsbau eG eine Vorreiterrolle. „In der Unteren Auenstraße ist die Fernwärme realisierbar. In der Niedermayerstraße sind wir auch sehr interessiert“. Bergmeier plant, im Zuge der energetischen Sanierung noch mehrere Wohnanlagen in der Unteren Auenstraße an das Fernwärmenetz anzuschließen.
Die Umrüstung der Müllverbrennungsanlage zum Biomasseheizkraftwerk wurde im Frühjahr 2011 grundsätzlich beschlossen. Bis zur endgültigen Entscheidung des Plenums am 21. Oktober 2011 müssen Brennstoffeinkauf, Genehmigungen, Umbauplanung und der Wärmeverkauf soweit sein, dass die Wirtschaftlichkeit des Projektes absehbar ist. Neben den Liegenschaften der Stadt und der Stadtwerke sind nun auch die ersten Wohnanlagen als künftige Fernwärmenutzer zugesichert.
Nähere Informationen zur Fernwärme und zum Biomasseheizkraftwerk im Internet: www.stadtwerke-landshut.de oder biomasse@stadtwerke-landshut.de
Der erste Fernwärmevertrag mit dem Wohnungsbau in Landshut ist abgeschlossen, v.l. stv. Werkleiter Jürgen Baron, der Vorstand der Landshuter Wohnungsbau eG Johann Bergmeier, Georg Ingerl, Stadtwerke Vertrieb und Vertriebschef Hans Geltinger
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Pressemitteilung vom 08.07.2011
Stadt wird erster Kunde am Fernwärmenetz Landshut-Ost
Die Stadtspitze hat sich darauf geeinigt, dass die städtischen Liegenschaften im Bereich des geplanten Fernwärmenetzes Landshut-Ost durch das Biomasseheizkraftwerk angeschlossen werden sollen. Für OB Hans Rampf ist es selbstverständlich, dass die Stadt erster Kunde am eigenen Projekt sein will. „Schließlich wollen wir die Vorteile der Fernwärmeversorgung mit Biomasse für unsere Liegenschaften nutzen“, so der Oberbürgermeister. Neben stadteigenen Wohngebäuden, der Hauptfeuerwache, der Alten Kaserne, liegen auch einige Schulen, wie die Musikschule, Grundschule Peter und Paul, das Förderzentrum, die Keramikfachschule, FOS, Maschinenbauschule, das Carossa-Gymnasium sowie die Gebäude der Stadtwerke auf der Trasse des geplanten Fernwärmenetzes Landshut-Ost. Die Ausarbeitung der einzelnen Vorverträge ist jetzt eine technische Angelegenheit. Alle Vorverträge enthalten natürlich noch den Vorbehalt der Zustimmung durch das Plenum am 21. Oktober. In der Sitzung im April hat das Plenum die Projektrealisierung schon grundsätzlich beschlossen. Nur wenn bis zum Oktober die vorliegenden Absichtserklärungen und Vorverträge für die Wirtschaftlichkeit nicht ausreichen, kann aus dem Projekt noch ausgestiegen werden.
Aufgrund der geführten Gespräche zum Wärmeverkauf entwickelt sich das Projekt bisher sehr gut. Die Projektleitung ist sehr zuversichtlich, dass die Wirtschaftlichkeit bis zum Herbst dargestellt werden und der Stadtrat für die weitere Realisierung des Biomasseheizkraftwerkes und den Aufbau des Fernwärmenetzes Landshut-Ost grünes Licht geben kann. Die potenziellen Großkunden auf der Trasse sind bereits angesprochen.
Weitere Interessenten, die im Bereich des geplanten Fernwärmenetzes Landshut-Ost liegen, können sich auf der Internetseite der Stadtwerke Landshut unter www.stadtwerke-landshut.de eintragen oder sich im Kundencenter unter 0800-0871871 informieren.

Foto: Projekt Biomasseheizkraftwerk: Die städtischen Liegenschaften im Bereich des geplanten Fernwärmenetzes schließen sich als erster Kunde an. Die Projektleitung ist von der Wirtschaftlichkeit des Projekts bis Herbst überzeugt. Im Gespräch mit der Stadtspitze: (von links) Sachgebietsleiter Umweltschutz der Stadt, Rudolf Laimer, Projektleiter Biomasseheizkraftwerk der Stadt, Richard Geiger und der Leiter des Amts für öffentliche Ordnung und Umwelt, Fritz van Bracht, Leitender Rechtsdirektor Harald Hohn, Oberbürgermeister Hans Rampf, Projektbetreuer der Firma Horix Powermanagement Michael Horix, und der kommissarische stellvertretende Leiter der Stadtwerke, Jürgen Baron.
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Pressemitteilung vom 14.04.2011
Startschuss für die Projektgruppe Biomasseheizkraftwerk
Umrüstung der Müllverbrennungsanlage zügig vorantreiben
Bei einer Konferenz in den Stadtwerken wurde kürzlich der offizielle Startschuss für die Projektgruppe „Umrüstung der Müllverbrennungsanlage zum Biomasseheizkraftwerk“ erteilt. Oberbürgermeister Hans Rampf betonte, dass für die Stadt das Projekt Biomasseheizkraftwerk höchste Priorität habe.
Das Biomasseheizkraftwerk kurbelt die Eigen-Stromerzeugung der Stadtwerke Landshut kräftig an: 50 Prozent mehr Stromgewinnung bedeutet die Inbetriebnahme der ehemaligen MVA als Biomasseheizkraftwerk. „Damit ist das Biomasseheizkraftwerk ein wesentlicher Baustein im Energie- und Klimaschutzkonzept der Stadt Landshut“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf.
Die Projektgruppe soll nun die Umrüstung zügig organisieren. Ziel ist es, bis zum 21. Oktober 2011 das Projekt Umrüstung auf gesicherte Beine zu stellen, in vertraglicher, rechtlicher, finanzieller, versicherungs-, vertriebs- und genehmigungstechnischer Hinsicht. Nun gilt es für die Mitglieder der Projektgruppe, Beschaffungs- und Lieferverträge auf den Weg zu bringen, nicht benötigte Anlagenteile der MVA zurückzubauen und die Genehmigung zur Weiternutzung als Biomasseheizkraftwerk auf den Weg zu bringen. Oberbürgermeister Hans Rampf und der Werkleiter der Stadtwerke Landshut, Werner Maier, appellierten an die Mitglieder in der Projektgruppe, konstruktiv und kritisch, aber auch motiviert gemeinsam an der Umrüstung zu arbeiten. „Wir müssen jetzt alle an einem Strick ziehen, dann schaffen wir hier ein Projekt, auf das wir in 20 Jahren als Pionierarbeit zurückblicken können“, sagte Oberbürgermeister Hans Rampf. Eine fruchtbare Zusammenarbeit aller am Projekt Beteiligten wünschte sich auch Werkleiter Werner Maier. „Die Veränderungen der letzten Zeit sowie auch die Wirtschaftlichkeitsberechnungen zeigen uns, dass wir mit der Umrüstung zum Biomasseheizkraftwerk auf dem richtigen Weg sind, unsere Eigenstromerzeugung zu steigern“, sagte Werner Maier. Unterstützt werden die Stadt Landshut und die Stadtwerke als Betreiber der Anlage bei der Umrüstung von Michael Horix, der als Mitglied im Lenkungsausschuss sowie im Kernteam der Projektorganisation mitarbeitet. Michael Horix betreute den Aufbau mehrerer Biomasseheizkraftwerke und Müllverbrennungsanlagen für die Stadtwerke Mannheim. „Es ist eine Herausforderung für unsere Projektgruppe, die schlank und effizient aufgebaut ist, die Umrüstung zum Biomasseheizkraftwerk auf den Weg zu bringen. Wir werden Ihre Erwartungen erfüllen“, sagte Horix.
Die endgültige Entscheidung über die weitere Verwendung der Müllverbrennungsanlage als Biomasseheizkraftwerk steht am 21. Oktober 2011 an, in Betrieb gehen soll das BMHKW bereits im Dezember 2011.