Das Gaswerk versorgt Landshut mit dem umweltfreundlichen Erdgas
Erdgas verbrennt nahezu schadstoffrei und ist damit für private Haushalte, die öffentliche Hand und Industriebetriebe gleichermaßen eines der saubersten Heizmittel. Aber auch Köche schwören auf die stufenlos verstellbaren Flammen ihres Gasherdes.
Rund 71 Mio. m³ (794 Mio. kWh) Gas liefert das Gaswerk pro Jahr an die Kunden im Stadtgebiet Landshut und in den Gemeinden Altdorf und Kumhausen. Durch das momentan ca. 256 km lange städtische Gasrohrnetz erreicht das Erdgas rund 7.300 Hausanschlüsse und ca. 11.300 Gaszähler.
Die Landshuter Gasversorgung hat eine lange Tradition
Auf Initiative des Maurermeisters Johann Baptist Bernlochner errichtete die Stadt Landshut 1858 ihre erste "Gasfabrik" und legte damit den Grundstein für die heutigen Stadtwerke. Als Standort wurde der rechte Teil des ehemaligen Bauhofgartens gewählt, der noch bis 1981 die Gaswerke beherbergte. "Die Gas" nannten die Landshuter ihr Gaswerk, dessen Wahrzeichen lange Zeit der große schwarze Gaskessel am Bischof-Sailer-Platz war.
In den 1860er Jahren war die Stadtbeleuchtung durch Gas groß in Mode
Die Landshuter Gaspioniere nutzten die Gasflamme jedoch nicht in erster Linie als Wärmequelle, sondern als Leuchtgas und zwar zur Beleuchtung von Innenräumen sowie Straßen, Parks und Plätzen. Das Leuchtgas wurde aus Föhrenholz erzeugt und zunächst in 180 Straßenlaternen und 717 Privatflammen, die sich auf 70 Abnehmer verteilten, verbrannt. Im ersten Betriebsjahr des Gaswerkes verbrauchten die Landshuter
ca. 49.000 m³ Gas. Im Jahre 1876 stellte die Gaserzeugung von Holz auf Steinkohle um, wodurch sich die Produktionskapazität stark erhöhen ließ.
Eine 20 km lange Pipeline beförderte erstmals Erdgas von Ampfing nach Landshut
In den späten 1950er Jahren wurde das Moosburger Werk der Südchemie durch eine Leitung an das Erdgasfeld Ampfing des Konsortiums Mobil-Oil AG, Gewerkschaft Elwerath und Preussag angeschlossen. Für die Stadtwerke Landshut ergab sich dadurch die Chance, von Eigengaserzeugung auf Erdgas umzustellen.
Im Jahre 1974 erfolgte die Anbindung an das Leitungssystem der Bayerischen Ferngasgesellschaft Bayerngas, und Landshut wechselte vom bayerischen Erdgas aus den Feldern von Ampfing zum Erdgas aus dem europäischen Verbundnetz.
Seit 1968 ist die Stadt Landshut Gesellschafter der Bayerngas und hat sich in speziellen Verträgen bereits eine langfristige Belieferung mit Erdgas in ausreichenden Mengen gesichert. Deshalb werden die Stadtwerke Landshut auch in Zukunft "nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten" das Gas-Versorgungsnetz ausbauen und dabei die sichere Gasversorgung und eine attraktive Gaspreisgestaltung weiterhin als ihre wichtigste Aufgabe sehen.
