Warnung vor dubiosen Vertetern
Im Kundenzentrum der Stadtwerke sind vermehrt Hinweise von aufmerksamen Kunden eingegangen, dass sich in der Stadt Verteter als vermeintliche Kooperationspartner der Stadtwerke ausgeben. Diese Vertreter versuchen mit dreisten Methoden, persönliche Daten zu erfragen und Öko-Stromverträge abzuschließen. Dabei geben sie vor, Zählerstände abzulesen, erfragen Bankdaten oder versuchen auf anderem Wege an sensible Informationen der Anwohner zu gelangen.
Important: Die Stadtwerke führen keine Haustürgeschäfte durch und arbeiten nicht mit anderen Stromanbietern zusammen.
Sicherheitshinweise der Stadtwerke:
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Seien Sie bei Vertretern an der Haustür generell vorsichtig.
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Vor Ort an der Tür gibt es keine Möglichkeit, Preise in Ruhe zu vergleichen.
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Unterschreiben Sie keine Verträge zwischen Tür und Angel.
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Geben Sie keine Details Ihrer Stromrechnung oder persönliche Daten an Fremde weiter.
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Lassen Sie sich von der Person einen amtlichen Ausweis zeigen und notieren Sie sich vorsorglich den Namen.
Sollten Sie dennoch einen Vertrag unterschrieben haben, können Sie Ihr gesetzliches 14-tägiges Widerrufsrecht nutzen.
Bei Fragen oder Unsicherheiten stehen Ihnen die Mitarbeiter der Stadtwerke gerne zur Verfügung:
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Centrul de clienți din orașul vechi 74
(Mo. bis Fr. 9:00 – 18:00 Uhr, Sa. 9:00 – 13:00 Uhr) -
Telefon: 0800 0871 871 (kostenfrei aus dem deutschen Festnetz)
Die Stadtwerke Landshut passen zum 1. September 2025 die Wasserpreise an. Der Verbrauchspreis steigt um 0,23 Euro pro 1.000 Liter (entspricht einem Kubikmeter) von derzeit 1,86 Euro auf 2,09 Euro (brutto). Der Grundpreis für einen haushaltsüblichen Zähler der Kategorie Qn 2,5 erhöht sich um 1,51 Euro pro Monat (brutto). Für die Haushalte bedeutet dies – abhängig vom Wasserverbrauch – monatliche Mehrkosten von 2,47 Euro bei einem Verbrauch von 50 Kubikmeter pro Jahr (1-Personen-Haushalt) bis 4,39 Euro bei einem Verbrauch von 150 Kubikmetern pro Jahr (3- bis 4-Personen-Haushalt).
Grund für die Erhöhung sind deutlich gestiegene Betriebskosten, insbesondere durch höhere Energiekosten sowie umfangreiche Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der Wasserversorgung.
„Um die Versorgung dauerhaft zuverlässig und zukunftssicher gestalten zu können, müssen wir unsere Infrastruktur konsequent weiterentwickeln“, erklärt Werkleiter Jürgen Fürst. Die größten Investitionen fließen aktuell in den Ausbau des Leitungsnetzes und die Erweiterung des Wassergewinnungsgebiets Schlossberg. Dort ist der Bau eines neuen Brunnens vorgesehen. Zudem sollen ab 2026 Planungen zur zukunftsfähigen Ertüchtigung der Wasseraufbereitung an diesem Standort starten.
Auch am Pumpwerk Siebensee sind gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur weiteren Automatisierung der Anlagen geplant. Ergänzend dazu werden notwendige Ersatzbeschaffungen vorgenommen. Außerdem wird die Rohrnetzüberwachung durch den Einsatz fernauslesbarer Geräuschlogger verbessert, die mögliche Störungen frühzeitig erkennen lassen.
Bereits abgeschlossen wurde die Erweiterung der Wasserspeicherung am Hochbehälter Annaberg – ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Netzbetriebs und für eine leistungsfähige Infrastruktur.
Mit der neuen Preisstruktur bleiben die Landshuter Wasserpreise im regionalen Vergleich im unteren Mittelfeld. Der Preiserhöhung stimmte der Stadtrat in seiner letzten Plenumssitzung vor der Sommerpause einstimmig zu.
Eine Zählerablesung ist nicht zwingend erforderlich. Für eine stichtagsgenaue Abrechnung bei der Jahresabrechnung können Kunden ihren Zählerstand jedoch bis 31. August 2025 unter Angabe der Zählernummer und des Ablesedatums bequem über das Energiekundenportal in der SWLApp oder auf der Homepage übermitteln. Auch per E-mail können Zählerstand, Zählernummer und Ablesedatum gesendet werden.
Sollte kein Zählerstand gemeldet werden, erfolgt eine computergesteuerte Gewichtung anhand des bisherigen Verbrauchsverhaltens. Die Abschläge werden nach der Jahresabrechnung im Januar angepasst. Wer diese schon vorher erhöhen möchte, kann dies ebenfalls im Energiekundenportal erledigen oder sich per E-mail an die Stadtwerke wenden.
Preisblatt Wasser ab 01.09.2025
Um den Stadtteil Mitterwöhr besser vor Überflutungen bei Starkregenereignissen in Kombination mit Hochwasser der Isar zu schützen, errichten die Stadtwerke Landshut – Bereich Abwasser – ein neues Hochwasserpumpwerk mit einem Ablaufkanal in die Große Isar sowie einem vorgelagerten zusätzlichen Stauraumkanal am Ende der Breslauer Straße.
Standort und Zweck der Maßnahme
Das Pumpwerk entsteht am Ende der Breslauer Straße, unmittelbar nach dem Parkplatz des TV 64 Landshut, rechts neben der Zufahrtsstraße zum Campingplatz Mitterwöhr, kurz vor dem Ruderverein. Der Standort wurde nach umfassenden hydraulischen Berechnungen und Variantenuntersuchungen festgelegt.
Ziel der Baumaßnahme ist es, die Entlastung des Kanalnetzes im Bereich des Stauraumkanals in der Breslauer Straße auch bei extremen Wetterlagen zu gewährleisten, wenn eine reguläre Regenentlastung in die Isar nicht möglich ist. Beim Hochwasser 2013 war deutlich geworden, dass das bestehende System nicht ausreicht, um bei extremen Starkregenereignissen und gleichzeitig hohem Isarwasserstand Überflutungen durch Rückstau aus dem Kanalnetz zu verhindern.
Technische Umsetzung
Geplant sind:
- ein Überlaufbauwerk am Anfang des Parkplatzes
- ein ca. 145 Meter langer Stauraumkanal aus Stahlbeton (Durchmesser: 1,2 m) entlang der Breslauer Straße ab dem Parkplatzbeginn in Richtung Campingplatz
- ein Hochwasserpumpwerk mit drei Großpumpen à 500 Liter/Sekunde, mit Trommeldrehfilter zur mechanischen Reinigung und ein Drosselschacht
- ein ca. 60 Meter langer Entlastungskanal aus Stahlbeton (Höhe: 0,8 m, Breite: 1,75 m) mit Auslauf in die Große Isar
Alle Anlagenteile liegen unterirdisch, mit Ausnahme des holzverkleideten Betriebsgebäudes über dem Pumpwerk, das sich vor dem Ruderverein neben der Straße befinden wird. Der Entlastungskanal verläuft entlang des Fuß- und Wirtschaftswegs am Zaun des Rudervereins zur Isar hin.
Zeitplan und Bauphasen
Die Bauarbeiten starteten im April 2025 mit der Baustelleneinrichtung und vorbereitenden Maßnahmen wie der Umverlegung einer bestehenden Wasserleitung, weil sich diese auf der Trasse des geplanten Stauraumkanals befand. Außerdem wurde die Breslauer Straße im Zufahrtsbereich zu Ruderverein und Campingplatz als Baustraße verbreitert – diese bleibt bis Bauende bestehen.
Weiterer geplanter Ablauf im Überblick:
- Bis Ende Sommer 2025: Errichtung des Pumpbauwerks mit Spundwandverbau und Bau des Entlastungskanals zur Isar
- Ab Herbst 2025: Beginn mit Bau des Stauraumkanals in der Breslauer Straße sowie des Überlaufbauwerks am Parkplatz (Dauer voraussichtlich bis Frühjahr 2026)
- Installation von Schieber- und Ableitungsschächten
- Ab Anfrang 2026: Beginn der maschinen- und elektrotechnischen Ausrüstung des Pumpwerks, parallel zu den baulichen Arbeiten
- Rückbau der Baustraße und abschließende Straßenbauarbeiten
Die komplette Fertigstellung ist für Juni 2026 vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen möglichst schonend für die Anlieger und sind in der Bauabfolge mit der Pächterin des Campingplatzes und des Rudervereins abgestimmt. Aus diesem Grund werden bis Ende des Sommers das Pumpbauwerk und der Ableitungskanal in die Isar gebaut, ab Herbst, wenn die Hauptreisezeit vorbei ist, wird dann der Stauraumkanal in der Zufahrtsstraße gebaut. Einschränkungen im Bereich des Parkplatzes sowie der Zufahrtsstraße zum Campingplatz sowie am Fuß- und Radweg entlang der Großen Isar sind leider zeitweise trotzdem notwendig.
Sicherheit und Energieversorgung
Die drei Pumpen haben eine elektrische Leistungsaufnahme von jeweils über 75 Kilowatt. Ein neu errichtetes Trafohäuschen gewährleistet eine zuverlässige Stromversorgung – auch bei Hochwasser. Für den Fall eines Stromausfalls besteht zudem die Möglichkeit, die Pumpen an ein Notstromaggregat anzuschließen.
Fazit
Die Stadtwerke Landshut investieren mit diesem Projekt rund drei Millionen Euro gezielt in den Schutz der Bevölkerung von Mitterwöhr. Das neue Pumpwerk wird künftig einen wichtigen Beitrag zur Hochwasser- und Starkregensicherheit in diesem sensiblen Bereich leisten.
Landshut setzt neue Maßstäbe im Gewässerschutz: Als erste Stadt in Bayern kennzeichnet sie flächendeckend alle Gullys in Trennkanalgebieten mit der DWA-Plakette „Kein Schmutzwasser in diesen Gully“. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in der nördlichen Wolfgangsiedlung weiten die Stadtwerke Landshut die Maßnahme nun auf das gesamte Stadtgebiet aus. Oberbürgermeister Alexander Putz und die Projektpartner setzten kürzlich symbolisch eine Plakette für die Ausweitung (Video dazu). „Die Plakette ist ein Appell, auf die Umwelt zu achten, und sie informiert die Bürger direkt vor Ort, keine Abwässer einzuleiten“, sagte Putz.
Der Hintergrund: Rund ein Drittel des Stadtgebiets Landshut wird im sogenannten „Trennkanalsystem“ entwässert. Das bedeutet, dass es dort getrennte Kanäle für Schmutz- und Niederschlagswasser gibt. Regenwasser läuft hier zur Entlastung des übrigen Entwässerungssystems in separaten Kanälen ab – im Falle von Achdorf wird das Regenwasser zum Beispiel größtenteils in den Roßbach geleitet. Dadurch können Fehleinleitungen erhebliche Folgen für die Gewässer haben.
Doch viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, ob sie in einem Misch- oder Trennsystemgebiet wohnen. Dadurch gelangen oft aus Unwissenheit Abwässer in die Regenwasserkanäle. Die Plaketten sollen helfen, genau das zu verhindern. Das Projekt setzen die Stadtwerke Landshut gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und der Deutschen Vereinigung, Abwasser und Abfall (DWA) um.
Rund 3.000 Straßenabläufe erhalten nach und nach die Plakette. „Die Gesamtkosten für die erstmalige Kennzeichnung aller Gullys schätzen wir auf 110.000 bis 145.000 Euro“, erklärte Dr. Schuster, Bereichsleiter Abwasser bei den Stadtwerken Landshut. Das Bayerische Umweltministerium fördert die Maßnahme mit 60 Prozent. Regierungsdirektor Thomas Schranner dazu: „Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Landshut sich bereit erklärt haben, die Plakettenaktion auf das ganze Stadtgebiet auszuweiten und damit Vorbild für andere Kommunen in Bayern zu werden.“ Auch das Wasserwirtschaftsamt Landshut empfiehlt die Umsetzung anderen Kommunen.
Die Plaketten sollen aber auch über die gekennzeichneten Gullys in öffentlichen Straßen der Trennsystemgebiete hinaus sensibilisieren. Denn auch in Mischsystemgebieten und auf Privatgrundstücken ist Vorsicht geboten. Den meisten Leuten ist die genaue Kanalanschlusssituation vor Ort nicht bekannt und nicht jeder Gully oder Hofablauf führt über die Kanalisation ins Klärwerk, einige leiten das Regenwasser auch in Versickerungsanlagen oder direkt in ein Gewässer.
Vorbild für die Aktion war die Schweiz, wo solche Plaketten bereits erfolgreich im Einsatz sind. In Landshut hatte die ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda mit einem Stadtratsantrag angeregt, die Idee auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Daraus entwickelte sich letztlich mit dem StMUV, der DWA und den Stadtwerken Landshut das Projekt.
„Umweltschutz gelingt häufig dann am besten, wenn die Bevölkerung mit Argumenten überzeugt werden kann. Es freut mich sehr, dass dies der Stadt Landshut im Rahmen des Kooperationsprojektes gelungen ist und wir hoffen, dass dies erst der Anfang für viele weitere Aktionen in Bayern ist“, so Daniel Eckstein, Geschäftsführer des DWA-Landesverbandes Bayern.
Mit der flächendeckenden Umsetzung setzt Landshut ein starkes Zeichen für den Gewässerschutz – und könnte damit Vorbild für viele weitere Städte in Bayern werden.
Hintergrund zum Pilotprojekt in der nördlichen Wolfgangsiedlung:
2019 wurden in der nördlichen Wolfgangsiedlung 183 Gullys mit den Plaketten versehen und deren Praxistauglichkeit getestet. Eine Umfrage des Umweltministeriums unter 807 Haushalten im Testgebiet im Jahr 2023 ergab, dass die Plakette „Kein Schmutzwasser in diesen Gully“ wahrgenommen wurde, zur Aufklärung in Bezug auf die Entwässerungssituation in der nördlichen Wolfgangsiedlung geführt hat, und dass das Bewusstsein für das Thema Gewässerschutz geschärft wurde. Darüber hinaus hat die Plakette in Teilen zu einer Verhaltensänderung in Bezug auf die Entsorgung von Schmutzwasser über den Straßengully beigetragen.
Das Pilotprojekt erzielte bei den Befragten zudem eine hohe Akzeptanz: 84 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer befürworteten die Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet, 72 Prozent wären bereit, sich finanziell daran zu beteiligen. Zudem konnte bereits durch einen Bürgerhinweis eine Fehleinleitung verhindert werden.
Aufgrund von Bauarbeiten wird die Haltestelle Rennweg stadtauswärts bis 30.11.26 um 50 Meter auf Höhe Rennweg 22 verlegt.
Von der Haltestellenverlegung sind die Linien 609, 611, E07, E08, E13 und E17 betroffen.
Die Stadtwerke Landshut bieten einen dynamischen Stromtarif an, dessen Preis sich nach den stündlichen Spotpreisen an der Strombörse richtet. Die Idee des Gesetzgebers hinter dynamischen Stromtarifen ist: Strom soll bevorzugt dann genutzt werden, wenn viel aus erneuerbaren Energiequellen verfügbar und damit günstig ist. Verbraucher können damit unter bestimmten Gegebenheiten Geld sparen und gleichzeitig einen Beitrag zur Entlastung des Stromnetzes leisten. Doch wie genau unterscheidet sich ein dynamischer Stromtarif von einem klassischen Tarif und für wen ist diese Option überhaupt geeignet?
Video ansehen: Dynamischer Stromtarif – einfach erklärt!
Beim klassischen Stromtarif für Haushaltskunden setzt sich der Preis aus einer Grundgebühr und einem festen Verbrauchspreis zusammen. Der jährliche Verbrauch wird auf Basis des bisherigen Verbrauchsverhaltens berechnet und daraus ergeben sich monatliche Abschlagszahlungen. In der Regel erfolgt einmal im Jahr eine Zählerablesung – bei den Stadtwerken Landshut immer am Jahresende. Dadurch wird der tatsächliche Verbrauch des gesamten Jahres ermittelt und mit den geleisteten monatlichen Abschlägen verrechnet. Wer mehr bezahlt als er an Strom verbraucht hat, bekommt eine Gutschrift. Und wer zu wenig bezahlt hat, muss den noch fehlenden Betrag ausgleichen.
Bei einem dynamischen Stromtarif verhält sich dies anders. Hier ist der Preis nicht von vorneherein festgelegt. Ein Teil des Strompreises schwankt im Tagesverlauf und spiegelt die Bewegungen der Strombörse wider, in der Regel stündlich.
Voraussetzung für diesen Tarif ist der Einsatz eines intelligenten Messsystems, auch Smart Meter genannt. Dieses erfasst den Verbrauch in 15-Minuten-Intervallen und übermittelt die Daten an den Messstellenbetreiber und dieser wiederum an den Stromanbieter. Dadurch kann der Stromverbrauch genau nach den stündlichen Börsenpreisen abgerechnet werden. Kunden mit einem dynamischen Stromtarif erhalten eine monatliche Abrechnung. Besonders günstige Strompreise gibt es dann, wenn besonders viel aus erneuerbaren Quellen verfügbar und die Nachfrage gleichzeitig gering ist. Das ist an sonnigen Tagen beispielsweise mittags und nachmittags der Fall.
Ein dynamischer Stromtarif kann sich lohnen, wenn der Verbrauch von energieintensiven Geräten flexibel in Zeiten mit niedrigen Börsenpreisen verlagert werden kann; Beispielsweise beim Laden eines E-Autos an einer Wallbox oder beim Betrieb einer Wärmepumpe. Optimalerweise sollten diese Geräte mit einem intelligenten Smart-Home-System vernetzt sein, sodass die Betriebszeiten automatisch an die aktuellen Strompreise angepasst oder von unterwegs aus gesteuert werden können.
Mit einem dynamischen Tarif kann also derjenige sparen, wer bereit ist, seinen Energieverbrauch täglich aktiv zu steuern und ihn konsequent auf günstige Preise ausrichtet. Andernfalls könnte der dynamische Tarif sogar deutlich teurer werden als der klassische Tarif, da die Preisschwankungen an der Strombörse erheblich sein können. Das Risiko schwankender Börsenpreise übernimmt beim klassischen Tarif der Stromanbieter. Die Zeitabschnitte mit günstigen Preisen ändern sich täglich und insbesondere am Morgen und am Abend ist er gewöhnlich teurer. Darum ist eine permanente Beobachtung der Preisentwicklung wichtig, um nicht am Monatsende eine böse Überraschung zu erleben.
Kunden mit einem dynamischen Stromtarif können die Preise des Folgetags bereits am Vortag über das Stadtwerke-Kundenportal einsehen und ihren Verbrauch entsprechend planen.
Die Verbraucherzentrale warnt allerdings normale Haushaltskunden davor, vorschnell auf dynamische Tarife umzusteigen. Diese seien in der Regel nicht empfehlenswert, heißt es auf www.verbraucherzentrale.de. Denn der Kunde trägt das volle Risiko der stark schwankenden Strompreise.
Wer sich jedoch einen Mehrwert durch den dynamischen Stromtarif verspricht und sich des Risikos bewusst ist, dass hohe Börsenpreise direkt durchschlagen, kann dafür einen Vertrag mit den Stadtwerken schließen. Falls noch kein intelligentes Messsystem vorhanden ist, muss dessen Einbau vorab beantragt werden. In diesem Fall ist der Einbau allerdings kostenpflichtig (zurzeit einmalig 30 Euro). Beides kann entweder im Kundenzentrum in der Altstadt 74 oder ab 2025 auch online erledigt werden.
Dabei ist zu beachten, dass der Messstellenbetreiber bis zu vier Monate Zeit für den Einbau eines Smart Meters hat. Die Mindestlaufzeit für den dynamischen Tarif beträgt ein Jahr, danach kann der Vertrag monatlich gekündigt werden. Der dynamische Tarif ist übrigens nicht nur im Netzgebiet der Stadtwerke Landshut verfügbar, sondern auch in der umliegenden Region (hier geht´s zu den Stromtarifen und Preisen der Stadtwerke Landshut).
Grundlage für einen dynamischen Stromtarif ist die Umsetzung der 2019 neugefassten Strombinnenmarktrichtlinie in das Energiewirtschaftsgesetz, das alle Stromanbieter dazu verpflichtet, so einen Tarif ab 2025 anzubieten.
Was ist die Strombörse?
Die Strombörse ist ein Marktplatz, an dem Strom gehandelt wird. Für dynamische Tarife ist das der EPEX-Spot. Energieversorger kaufen und verkaufen dort kurzfristige Strommengen. Die Preise an der Strombörse entstehen durch Angebot und Nachfrage und können stark schwanken. Wenn viel Strom vorhanden ist, aber wenig gebraucht wird, sinken die Preise – und umgekehrt. An sonnigen und windigen Tagen sind die Preise häufig niedriger, da mehr Strom aus erneuerbaren Quellen zur Verfügung steht. Hohe Preise entstehen hingegen oft morgens und abends, wenn die Nachfrage besonders hoch ist. Weitere Faktoren wie die Jahreszeit, Stromimporte und -exporte aus und in Nachbarländer beeinflussen die Börsenpreise ebenfalls.
Was ist der Unterschied zwischen Netzbetreiber, Messstellenbetreiber und Stromanbieter?
Der Netzbetreiber ist verantwortlich für die Infrastruktur und den Betrieb des Stromnetzes. Der Messstellenbetreiber kümmert sich um den Einbau, Betrieb und die Wartung der Zähler. Der Stromanbieter liefert den Strom und bietet verschiedene Tarife an. Bei den Stadtwerken Landshut sind diese Geschäftszweige alle im Unternehmen angesiedelt, allerdings organisatorisch voneinander getrennt, dies ist gesetzlich vorgeschrieben. Denn bei Messstellenbetreiber und Stromanbieter haben Kunden freie Wahl, beim Netzbetreiber nicht.
