Warnung vor dubiosen Vertetern

Im Kundenzentrum der Stadtwerke sind vermehrt Hinweise von aufmerksamen Kunden eingegangen, dass sich in der Stadt Verteter als vermeintliche Kooperationspartner der Stadtwerke ausgeben. Diese Vertreter versuchen mit dreisten Methoden, persönliche Daten zu erfragen und Öko-Stromverträge abzuschließen. Dabei geben sie vor, Zählerstände abzulesen, erfragen Bankdaten oder versuchen auf anderem Wege an sensible Informationen der Anwohner zu gelangen.

Wichtig: Die Stadtwerke führen keine Haustürgeschäfte durch und arbeiten nicht mit anderen Stromanbietern zusammen.

Sicherheitshinweise der Stadtwerke:

Sollten Sie dennoch einen Vertrag unterschrieben haben, können Sie Ihr gesetzliches 14-tägiges Widerrufsrecht nutzen.

Bei Fragen oder Unsicherheiten stehen Ihnen die Mitarbeiter der Stadtwerke gerne zur Verfügung:

Die Haltestelle Burg Trausnitz der Linie 607/607A wird bis 28. Februar 2026 nicht bedient. Ab 01. März 2026 wird die Haltestelle wieder auf Anforderung angefahren.

Die Stadtwerke Landshut passen zum 1. September 2025 die Wasserpreise an. Der Verbrauchspreis steigt um 0,23 Euro pro 1.000 Liter (entspricht einem Kubikmeter) von derzeit 1,86 Euro auf 2,09 Euro (brutto). Der Grundpreis für einen haushaltsüblichen Zähler der Kategorie Qn 2,5 erhöht sich um 1,51 Euro pro Monat (brutto). Für die Haushalte bedeutet dies – abhängig vom Wasserverbrauch – monatliche Mehrkosten von 2,47 Euro bei einem Verbrauch von 50 Kubikmeter pro Jahr (1-Personen-Haushalt) bis 4,39 Euro bei einem Verbrauch von 150 Kubikmetern pro Jahr (3- bis 4-Personen-Haushalt).

Grund für die Erhöhung sind deutlich gestiegene Betriebskosten, insbesondere durch höhere Energiekosten sowie umfangreiche Investitionen in die Modernisierung und den Ausbau der Wasserversorgung.

„Um die Versorgung dauerhaft zuverlässig und zukunftssicher gestalten zu können, müssen wir unsere Infrastruktur konsequent weiterentwickeln“, erklärt Werkleiter Jürgen Fürst. Die größten Investitionen fließen aktuell in den Ausbau des Leitungsnetzes und die Erweiterung des Wassergewinnungsgebiets Schlossberg. Dort ist der Bau eines neuen Brunnens vorgesehen. Zudem sollen ab 2026 Planungen zur zukunftsfähigen Ertüchtigung der Wasseraufbereitung an diesem Standort starten.

Auch am Pumpwerk Siebensee sind gezielte Maßnahmen zur Erhöhung der Betriebssicherheit und zur weiteren Automatisierung der Anlagen geplant. Ergänzend dazu werden notwendige Ersatzbeschaffungen vorgenommen. Außerdem wird die Rohrnetzüberwachung durch den Einsatz fernauslesbarer Geräuschlogger verbessert, die mögliche Störungen frühzeitig erkennen lassen.

Bereits abgeschlossen wurde die Erweiterung der Wasserspeicherung am Hochbehälter Annaberg – ein wichtiger Schritt zur Stabilisierung des Netzbetriebs und für eine leistungsfähige Infrastruktur.

Mit der neuen Preisstruktur bleiben die Landshuter Wasserpreise im regionalen Vergleich im unteren Mittelfeld. Der Preiserhöhung stimmte der Stadtrat in seiner letzten Plenumssitzung vor der Sommerpause einstimmig zu.

Eine Zählerablesung ist nicht zwingend erforderlich. Für eine stichtagsgenaue Abrechnung bei der Jahresabrechnung können Kunden ihren Zählerstand jedoch bis 31. August 2025 unter Angabe der Zählernummer und des Ablesedatums bequem über das Energiekundenportal in der SWLApp oder auf der Homepage übermitteln. Auch per E-Mail können Zählerstand, Zählernummer und Ablesedatum gesendet werden.

Sollte kein Zählerstand gemeldet werden, erfolgt eine computergesteuerte Gewichtung anhand des bisherigen Verbrauchsverhaltens. Die Abschläge werden nach der Jahresabrechnung im Januar angepasst. Wer diese schon vorher erhöhen möchte, kann dies ebenfalls im Energiekundenportal erledigen oder sich per E-Mail an die Stadtwerke wenden.

Preisblatt Wasser ab 01.09.2025

Um den Stadtteil Mitterwöhr besser vor Überflutungen bei Starkregenereignissen in Kombination mit Hochwasser der Isar zu schützen, errichten die Stadtwerke Landshut – Bereich Abwasser – ein neues Hochwasserpumpwerk mit einem Ablaufkanal in die Große Isar sowie einem vorgelagerten zusätzlichen Stauraumkanal am Ende der Breslauer Straße.

Standort und Zweck der Maßnahme

Das Pumpwerk entsteht am Ende der Breslauer Straße, unmittelbar nach dem Parkplatz des TV 64 Landshut, rechts neben der Zufahrtsstraße zum Campingplatz Mitterwöhr, kurz vor dem Ruderverein. Der Standort wurde nach umfassenden hydraulischen Berechnungen und Variantenuntersuchungen festgelegt.

Ziel der Baumaßnahme ist es, die Entlastung des Kanalnetzes im Bereich des Stauraumkanals in der Breslauer Straße auch bei extremen Wetterlagen zu gewährleisten, wenn eine reguläre Regenentlastung in die Isar nicht möglich ist. Beim Hochwasser 2013 war deutlich geworden, dass das bestehende System nicht ausreicht, um bei extremen Starkregenereignissen und gleichzeitig hohem Isarwasserstand Überflutungen durch Rückstau aus dem Kanalnetz zu verhindern.

Technische Umsetzung

Geplant sind:

Alle Anlagenteile liegen unterirdisch, mit Ausnahme des holzverkleideten Betriebsgebäudes über dem Pumpwerk, das sich vor dem Ruderverein neben der Straße befinden wird. Der Entlastungskanal verläuft entlang des Fuß- und Wirtschaftswegs am Zaun des Rudervereins zur Isar hin.

Zeitplan und Bauphasen

Die Bauarbeiten starteten im April 2025 mit der Baustelleneinrichtung und vorbereitenden Maßnahmen wie der Umverlegung einer bestehenden Wasserleitung, weil sich diese auf der Trasse des geplanten Stauraumkanals befand. Außerdem wurde die Breslauer Straße im Zufahrtsbereich zu Ruderverein und Campingplatz als Baustraße verbreitert – diese bleibt bis Bauende bestehen.

Weiterer geplanter Ablauf im Überblick:

Die komplette Fertigstellung ist für Juni 2026 vorgesehen. Die Arbeiten erfolgen möglichst schonend für die Anlieger und sind in der Bauabfolge mit der Pächterin des Campingplatzes und des Rudervereins abgestimmt. Aus diesem Grund werden bis Ende des Sommers das Pumpbauwerk und der Ableitungskanal in die Isar gebaut, ab Herbst, wenn die Hauptreisezeit vorbei ist, wird dann der Stauraumkanal in der Zufahrtsstraße gebaut. Einschränkungen im Bereich des Parkplatzes sowie der Zufahrtsstraße zum Campingplatz sowie am Fuß- und Radweg entlang der Großen Isar sind leider zeitweise trotzdem notwendig.

Sicherheit und Energieversorgung

Die drei Pumpen haben eine elektrische Leistungsaufnahme von jeweils über 75 Kilowatt. Ein neu errichtetes Trafohäuschen gewährleistet eine zuverlässige Stromversorgung – auch bei Hochwasser. Für den Fall eines Stromausfalls besteht zudem die Möglichkeit, die Pumpen an ein Notstromaggregat anzuschließen.

Fazit

Die Stadtwerke Landshut investieren mit diesem Projekt rund drei Millionen Euro gezielt in den Schutz der Bevölkerung von Mitterwöhr. Das neue Pumpwerk wird künftig einen wichtigen Beitrag zur Hochwasser- und Starkregensicherheit in diesem sensiblen Bereich leisten.

Landshut setzt neue Maßstäbe im Gewässerschutz: Als erste Stadt in Bayern kennzeichnet sie flächendeckend alle Gullys in Trennkanalgebieten mit der DWA-Plakette „Kein Schmutzwasser in diesen Gully“. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt in der nördlichen Wolfgangsiedlung weiten die Stadtwerke Landshut die Maßnahme nun auf das gesamte Stadtgebiet aus. Oberbürgermeister Alexander Putz und die Projektpartner setzten kürzlich symbolisch eine Plakette für die Ausweitung (Video dazu). „Die Plakette ist ein Appell, auf die Umwelt zu achten, und sie informiert die Bürger direkt vor Ort, keine Abwässer einzuleiten“, sagte Putz.

Der Hintergrund: Rund ein Drittel des Stadtgebiets Landshut wird im sogenannten „Trennkanalsystem“ entwässert. Das bedeutet, dass es dort getrennte Kanäle für Schmutz- und Niederschlagswasser gibt. Regenwasser läuft hier zur Entlastung des übrigen Entwässerungssystems in separaten Kanälen ab – im Falle von Achdorf wird das Regenwasser zum Beispiel größtenteils in den Roßbach geleitet. Dadurch können Fehleinleitungen erhebliche Folgen für die Gewässer haben.

Doch viele Bürgerinnen und Bürger wissen nicht, ob sie in einem Misch- oder Trennsystemgebiet wohnen. Dadurch gelangen oft aus Unwissenheit Abwässer in die Regenwasserkanäle. Die Plaketten sollen helfen, genau das zu verhindern. Das Projekt setzen die Stadtwerke Landshut gemeinsam mit dem Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz (StMUV) und der Deutschen Vereinigung, Abwasser und Abfall (DWA) um.

Rund 3.000 Straßenabläufe erhalten nach und nach die Plakette. „Die Gesamtkosten für die erstmalige Kennzeichnung aller Gullys schätzen wir auf 110.000 bis 145.000 Euro“, erklärte Dr. Schuster, Bereichsleiter Abwasser bei den Stadtwerken Landshut. Das Bayerische Umweltministerium fördert die Maßnahme mit 60 Prozent. Regierungsdirektor Thomas Schranner dazu: „Wir freuen uns, dass die Stadtwerke Landshut sich bereit erklärt haben, die Plakettenaktion auf das ganze Stadtgebiet auszuweiten und damit Vorbild für andere Kommunen in Bayern zu werden.“ Auch das Wasserwirtschaftsamt Landshut empfiehlt die Umsetzung anderen Kommunen.

Die Plaketten sollen aber auch über die gekennzeichneten Gullys in öffentlichen Straßen der Trennsystemgebiete hinaus sensibilisieren. Denn auch in Mischsystemgebieten und auf Privatgrundstücken ist Vorsicht geboten. Den meisten Leuten ist die genaue Kanalanschlusssituation vor Ort nicht bekannt und nicht jeder Gully oder Hofablauf führt über die Kanalisation ins Klärwerk, einige leiten das Regenwasser auch in Versickerungsanlagen oder direkt in ein Gewässer.

Vorbild für die Aktion war die Schweiz, wo solche Plaketten bereits erfolgreich im Einsatz sind. In Landshut hatte die ÖDP-Stadträtin Elke März-Granda mit einem Stadtratsantrag angeregt, die Idee auf ihre Umsetzbarkeit zu prüfen. Daraus entwickelte sich letztlich mit dem StMUV, der DWA und den Stadtwerken Landshut das Projekt.

„Umweltschutz gelingt häufig dann am besten, wenn die Bevölkerung mit Argumenten überzeugt werden kann. Es freut mich sehr, dass dies der Stadt Landshut im Rahmen des Kooperationsprojektes gelungen ist und wir hoffen, dass dies erst der Anfang für viele weitere Aktionen in Bayern ist“, so Daniel Eckstein, Geschäftsführer des DWA-Landesverbandes Bayern.

Mit der flächendeckenden Umsetzung setzt Landshut ein starkes Zeichen für den Gewässerschutz – und könnte damit Vorbild für viele weitere Städte in Bayern werden.

Hintergrund zum Pilotprojekt in der nördlichen Wolfgangsiedlung:

2019 wurden in der nördlichen Wolfgangsiedlung 183 Gullys mit den Plaketten versehen und deren Praxistauglichkeit getestet. Eine Umfrage des Umweltministeriums unter 807 Haushalten im Testgebiet im Jahr 2023 ergab, dass die Plakette „Kein Schmutzwasser in diesen Gully“ wahrgenommen wurde, zur Aufklärung in Bezug auf die Entwässerungssituation in der nördlichen Wolfgangsiedlung geführt hat, und dass das Bewusstsein für das Thema Gewässerschutz geschärft wurde. Darüber hinaus hat die Plakette in Teilen zu einer Verhaltensänderung in Bezug auf die Entsorgung von Schmutzwasser über den Straßengully beigetragen.

Das Pilotprojekt erzielte bei den Befragten zudem eine hohe Akzeptanz: 84 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer befürworteten die Ausweitung auf das gesamte Stadtgebiet, 72 Prozent wären bereit, sich finanziell daran zu beteiligen. Zudem konnte bereits durch einen Bürgerhinweis eine Fehleinleitung verhindert werden.

Aufgrund von Bauarbeiten wird die Haltestelle Rennweg stadtauswärts bis 30.11.26 um 50 Meter auf Höhe Rennweg 22 verlegt.

Von der Haltestellenverlegung sind die Linien 609, 611, E07, E08, E13 und E17 betroffen.