Wasser im Spülbeckenabfluss

Gebührenerhöhung geplant

Die Stadtwerke Landshut erhöhen zum 1. Januar 2025 die Schmutzwasser- und Niederschlagswassergebühren. Die Einleitung von 1.000 Liter Schmutzwasser soll künftig 2,29 Euro kosten (bisher 1,71 Euro/m³) und die Einleitung von Niederschlagswasser je Quadratmeter versiegelter Fläche 0,86 Euro (bisher 0,63 Euro/m²). Hintergrund der Erhöhung sind enorme Preissteigerungen der letzten Jahre, beispielsweise bei den Bauleistungen und Energiekosten, bei der Klärschlammentsorgung sowie bei chemischen Betriebsmitteln.

Die Abwassergebühren der Stadtwerke Landshut wurden vom Bayerischen kommunalen Prüfungsverband (BKPV) kalkuliert. Der BKPV prüfte dabei sowohl den vergangenen Bemessungszeitraum (2020 bis 2024) als auch den für die in die Zukunft (2025 und 2026) gerichteten Zeitraum und berechnet aus dem Saldo der der beiden Betrachtungszeiträume die Gebühren neu. Dabei ist es erforderlich, dass die Gebühren die Kosten decken. Da es sich um einen sogenannten hoheitlichen Bereich handelt, dürfen keine Gewinne erwirtschaftet werden. Bürger bezahlen somit nur das, was tatsächlich an Kosten anfällt.

Aus der Nachberechnung der Vorjahre ergab sich eine Unterdeckung. Hintergrund sind die Preissteigerungen in vielen Bereichen in Folge des Ukraine-Konflikts, die bei der letzten Gebührenkalkulation so nicht vorhersehbar waren. Die Gebühren gelten bis 31.12.2026. Im Jahr 2026 erfolgt eine neue Berechnung.

Beispielrechnung für Mehrkosten beim Schmutzwasser:

Personen im Haushalt durchschnittliche Schmutzwassereinleitung pro Jahr in m³* Mehrkosten pro Monat
1 40    1,93 €
2 80    3,87 €
3 120    5,80 €
4 160    7,73 €

* Beispielwerte. Der persönliche Wert ist abhängig vom eignen Wasserverbrauchsverhalten.

Beispielrechnung für Mehrkosten beim Niederschlagswasser:

Versiegelte Fläche in m²* Mehrkosten Einleitung Niederschlagswasser pro Jahr:
100                                           23,00 €
200                                           46,00 €
300                                           69,00 €

* Beispielwerte. Der persönliche Wert ist abhängig von den versiegelten Flächen auf dem Grundstück.

Update 8:45 Uhr: Alle Haushalte im Netzgebiet der Stadtwerke Landshut sind wieder mit Strom versorgt.

Update 8:25 Uhr: Ursache war vermutlich eine Störung im vorgelagerten Stromnetz, welche im Netz der Stadtwerke Landshut einen Schalterfall ausgelöst hat. Momentan sind noch vier Straßenzüge am Hofberg betroffen. Die Stadtwerke arbeiten weiter mit Hochdruck an der Entstörung.

Am 5. Mai 2024 fiel in Teilen Landshuts von ca. 5.55 Uhr bis etwa 6.20 Uhr der Strom aus. Derzeit können noch einzelne Störungen im Bereich Hofberg auftreten, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Rufbereitschaft arbeiten weiterhin mit Hochdruck an der Behebung. Betroffen war hauptsächlich das östliche Stadtgebiet.

 

Ein Dankeschön für die fleißigste Schulbuslotsin: Rayan Halloum von der Staatlichen Wirtschaftsschule Landshut zeigte bisher den größten Einsatz im Rahmen des „cool2school“-Projekts. Sie hatte als erstes das Nachweisheft mit 50 Fahrten voll, bei denen sie als Schulbuslotsin mitgefahren ist. Für ihr außerordentliches Engagement erhielt die Schülerin eine kleine Anerkennung von den Stadtwerken Landshut, die sogenannte Sprinter-Prämie. Verkehrsbetriebsleiter Robert Schie und Michaela Leicht, Projektleiterin bei der Freiwilligenagentur Landshut (Fala), übergaben kürzlich das Präsent an die Schülerin im Beisein von Elisabeth Loher (Schulleitung) und Elisabeth Samereier (Betreuungslehrerin).

„cool2school“-Schulbuslotsen aus verschiedenen Landshuter Schulen fahren regelmäßig mit dem Bus zur Schule und helfen mit, an den Haltestellen und im Bus für ein friedliches Miteinander zu sorgen. Das dafür nötige Wissen erlangen die Teilnehmer in mehreren Kursen zum Schuljahresbeginn. Die Jugendlichen erhalten eine Grundausbildung durch die Verkehrswacht und ein Aufbauseminar über Zivilcourage durch die Polizei. Darin lernen die Schüler zum Beispiel, wie sie in kritischen Situationen richtig reagieren.

„Es macht mir vor allem Spaß, den Busfahrern zu helfen“, sagt die Schülerin über ihre Motivation, warum sie bei „cool2school“ mitmacht. Bei den Busfahrten hat sie auch ein Auge für ältere Fahrgäste. „Wenn jemand älteres im Bus ist und keinen Sitzplatz hat, bitte ich jüngere darum, einen Platz frei zu machen.“ Aggressive Situationen habe sie bisher noch nicht erlebt, berichtet die Wirtschaftsschülerin.

Auch in den kommenden Monaten wird die Achtklässlerin als Schulbuslotsin unterwegs sein. Zum Schuljahresende bekommen alle Schulbuslotsen dann für ihr freiwilliges, soziales Engagement eine Bestätigungsurkunde und eine kleine Belohnung als Dank für ihr Ehrenamt. Pro Schuljahr sind rund 40 Jugendliche regelmäßig als Schulbuslotse unterwegs.

„cool2school“ wird seit 2008 von der Fala in Kooperation mit den Stadtwerken Landshut, der Verkehrswacht, der Polizeiinspektion Landshut sowie von den teilnehmenden Schulen organisiert und von der Dominik-Brunner-Stiftung finanziell gefördert. Informationen über das Projekt gibt es bei der Fala unter info@freiwilligen-agentur-landshut.de.

Bild: von links: Elisabeth Samereier, Robert Schie, Rayan Halloum, Michaela Leicht und Elisabeth Loher. © Stadtwerke Landshut

Auch 2024 zählen die Stadtwerke Landshut wieder zu den „Top-Lokalversorgern“ für die Sparten Strom und Gas. Ausschlaggebend für die Auszeichnung bei der Erhebung von Strom- und Gastarifen ist dabei das Beurteilungsverfahren der Internetplattform „Energieverbraucherportal“. Faire Energie mit regionalem Mehrwert berechtigt Versorgungsunternehmen, das Prüfetikett „Top-Lokalversorger“ zu tragen. Die Auszeichnung gehe nur an Versorger, die über einen günstigen Preis und gesetzliche Vorgaben hinaus einen Mehrwert für ihre Kunden bieten: „Sie übernehmen Verantwortung bei der Versorgung der Gesellschaft und gestalten diese aktiv mit“, erklärt das Energieverbraucherportal. Die Stadtwerke Landshut haben zum zehnten Mal an der Umfrage teilgenommen.

Neben dem Preis werden bei Energieversorgern in ganz Deutschland weitere Felder unter die Lupe genommen: Der Prüfkatalog für das Top-Lokalversorger-Siegel fragt neben Lieferspektren, Preisen und Zertifikaten auch zum Beispiel die Qualität der Kommunikation sowie soziale Engagements im regionalen Umfeld eines EVU ab. Neu hinzugekommen sind die Kriterien „Energiewende“ und „Digitalisierung“. Um die Auszeichnung kann man sich bewerben. Wer die Prüfkriterien nicht erfüllt, wird nicht ausgezeichnet.

„Die Auszeichnung bestätigt, dass wir unseren Kundinnen und Kunden ein stimmiges Gesamtpaket aus Preis, Leistung und Qualität anbieten“, sagt Werkleiter Jürgen Fürst. Rund 500 Menschen arbeiten tagtäglich daran, dass Landshuts Einwohner jederzeit mit Energie und Wasser versorgt sind, ihr Abwasser gereinigt wird, die Stadtbusse fahren, das Stadtbad und die Parkhäuser zur Verfügung stehen. Energie ist eben mehr als Energie.