
Fernwärme/BMHKW
Am 25.11.2011 wird die letzte Tonne Müll in der Anlage in Landshut verbrannt. Dann wird die Anlage als Müllverbrennungsanlage endgültig still gelegt. In der Sitzung vom 21.10.2011 hat der Stadtrat beschlossen, die Anlage als Biomasseheizkraftwerk (BMHKW) weiter zu betreiben. Nach einer Grundreinigung und kleineren Umbaumaßnahmen geht die Anlage noch im Dezember 2011 als BMHKW in Betrieb. Im Jahr 2012 werden nicht mehr benötigte Anlagenteile rückgebaut, die Anlage optimiert und die Fernwärmeauskopplung hergestellt. Ab Herbst 2012 kann die Anlage neben der Erzeugung von elektrischem Strom die ersten Kunden mit Wärme versorgen.
Film zum Thema Fernwärme
Biomasse
Die Anlage wird mit Landschaftspflegematerial und dem holzigen Anteil aus kommunalem Grüngut gefahren. Etwa 60.000 Tonnen Brennstoff werden jährlich benötigt. Damit ergibt sich eine interessante Verwertungsmöglichkeit für kommunales Grüngut. Insbesondere als Ergänzung zu kommunalen Vergärungsanlagen kann der holzige Anteil des Grüngutes im Biomasseheizkraftwerk Landshut optimal verwertet werden.
Fernwärme
Die optimale Nutzung der in der Biomasse enthaltenen Energie wird durch die Produktion von Strom und Wärme, sogenannte Kraft-Wärme-Kopplung, erzielt. Deshalb ist der Aufbau eines Fernwärmenetzes geplant: 61 Gigawattstunden Wärme pro Jahr sollen vom BMHKW erzeugt und ins Fernwärmenetz eingespeist werden. Damit können, weil die MVA im Osten der Stadt netzstrategisch günstig liegt, viele Großkunden und Behörden wie auch Wohnanlagen in einem bestimmten Korridor bis in die Innenstadt hinein Fernwärme beziehen. Rechnerisch entpricht die Wärmemenge dem Bedarf von 4.000 Haushalten.
Strom erzeugen
Ein gewichtiger Aspekt bei den Umrüstungsüberlegungen ist auch die Eigen-Stromerzeugung der Stadtwerke. Diese erhöht sich mit dem Biomasseheizkraftwerk erheblich, von derzeit 8 Prozent auf 12 Prozent des Strombedarfs der Stadt. Das entspricht einer Stromproduktion von rund 19GWh/a, damit können rund 5.800 Haushalte mit Strom versorgt werden.
Das Biomasseheizkraftwerk ist damit ein wichtiger Baustein zur Umsetzung des Energie- und Klimaschutzzieles, die Stadt bis zum Jahr 2037 zu 100% mit regenerativer Energie versorgen zu können.







