Hausanschluss planen

Bauherren

Hausanschluss - Allgemeines

Was ist ein Hausanschluss?

Hausanschlüsse sind die Verbindung zwischen dem Netz des Versorgungsunternehmens und Ihren (Gebäude-) Installationen. Diese Schnittstelle beinhaltet den definierten Übergabepunkt sowie dessen Zuleitung. In der Regel bilden den Übergabepunkt die Hausanschlusssicherung (bei Strom), die Hauptabsperrvorrichtung (bei Erdgas und Trinkwasser) und der Hauptabsperrschieber (bei Fernwärme). Die Zuleitung(en) ist/sind je nach Medium als Kabel (Strom, TV, Telekommunikation) oder als Rohr (Erdgas, Fernwärme, Trinkwasser) ausgeführt. Nach dem von Ihnen geplanten Leistungsbedarf wird die Dimensionierung und Ausführung des Übergabepunktes bzw. der Zuleitung ausgewählt.

Installation und Eigentümer des Hausanschlusses

Leitungsverlegearbeiten werden im Netzgebiet der Stadtwerke Landshut ausschließlich von den Stadtwerken oder durch eine von Ihnen beauftragte, qualifizierte Installationsfirma ausgeführt. Hausanschlüsse sind Eigentum der Stadtwerke Landshut.

Die Verlegetiefe von Versorgungsleitungen

Wasser: ca. 1,50 m – 1,60 m
Erdgas: ca. 0,90 m – 1,00 m
Strom: ca. 0,60 m – 0,80 m
Fernwärme: ca. 0,80 m – 1,20m

„Vor“ der Baustelle

Auf einer Baustelle wird viel gegraben und gebaggert – um sich viel Zeit und Ärger zu ersparen, ist eine sogenannte Bestandplanauskunft empfehlenswert. Dieser für Sie als Bauherren selbstverständlich kostenlose Service der Stadtwerke Landshut gibt Ihnen Auskunft, ob und wo genau bereits Ver- und Entsorgungsleitungen unseres Netzes auf Ihrem Grundstück liegen. Ohne diese Planauskunft besteht immer das Risiko, bereits im Untergrund verlegte Leitungen zu beschädigen. Gegebenenfalls können auch Leitungen weiterer Rechtsträger auf Ihrem Grundstück verlegt sein. Die Prüfung obliegt in der Regel Ihnen als Bauherren.
Sollten Sie bzw. eine von Ihnen beauftragte Firma bei Arbeiten versehentlich Ver- oder Entsorgungsleitungen beschädigen, sind Sie verpflichtet, sofort den zuständigen Rechtsträger zu informieren, damit größerer Schaden abgewendet werden kann.

Bauwasseranschluss

Ein provisorischer Bauwasseranschluss versorgt Ihre Baustelle bis zur Fertigstellung Ihres endgültigen Netzanschlusses mit Wasser. Ihren Bauwasseranschluss können Sie mit dem Netzanschlussantrag beantragen.
In Abstimmung mit Ihnen bzw. der von Ihnen beauftragen Installationsfirma legen wir daraufhin einen geeigneten Anschlusspunkt in der Nähe Ihres Bauvorhabens fest, an dem Ihre Firma einen Bauwasserverteiler aufstellen kann.

Hierfür gibt es verschiedene Möglichkeiten:

  1. Standrohrwasserzähler
    • Sie dienen dazu, Wasser aus Hydranten zu entnehmen, wobei die entnommene Wassermenge gemessen wird.
  2. vorverlegten Trinkwasser-Hausanschluss
    • Sofern zu Beginn Ihres Bauvorhabens ein Abwasseranschluss erstellt wird, ist es meist möglich, einen Trinkwasser-Hausanschluss bis an die Grundstücksgrenze zu verlegen und dort (an diesem vorverlegten Hausanschluss) eine Bauwasserzapfstelle einzurichten.
  3. getrennten Trinkwasser-Hausanschluss
    • Wenn ein bestehendes Gebäude abgerissen werden muss, ist es sinnvoll, das Bauwasser durch den bereits vorhandenen Trinkwasser-Hausanschluss zu beziehen. Dieser wird an der Grundstücksgrenze getrennt. Danach wird ein Bauwasserzähler an der getrennten Leitung angebracht. Dieser muss gegen Frost und mechanische Zerstörung geschützt werden.
      Damit der provisorische Baustromanschluss rechtzeitig eingerichtet werden kann, beauftragen Sie diesen am besten etwa fünf Wochen vor Baubeginn.
Planung Entwässerungsanlage
Ihr Weg zum Hausanschluss

Ihr Weg zum Hausanschluss für Strom, Gas, Wasser und Fernwärme

Die Hausanschlüsse für Strom, Erdgas, Wasser und Fernwärme erhalten Sie bei den Stadtwerken Landshut ganz einfach in vier Schritten:

1. Anmeldung

Eine frühzeitige, am besten noch vor dem Baubeginn schriftliche Anmeldung ermöglicht eine termingerechte Ausführung Ihrer Hausanschlüsse. Wenden Sie sich bitte an eine eingetragene Elektroinstallationsfirma Ihrer Wahl. Diese wird zusammen mit Ihnen die Anmeldung für Sie ausfüllen und bei uns einreichen.
Bitte beachten Sie: Nur eingetragene Gas- und Wasservertragsinstallateure dürfen die Installation der Hausanschlüsse Gas und Wasser durchführen. Eine Übersicht der Gas- und Wasservertragsinstallateure der Stadtwerke Landshut erhalten Sie im Installateursverzeichnis.

Weitere Infos sowie technische Anschlussbedingungen erhalten Sie unter Netze für Strom und Erdgas sowie unter Energie für Fernwärme und unter Wasser.

Für alle Hausanschlüsse Strom, Gas, Wasser, Fernwärme sowie für den Baustrom- und Bauwasseranschluss benötigen wir einen ausgefüllten und unterschriebenen Netzanschlussantrag.

Und außerdem folgende Unterlagen:

  • eine Kopie des amtlichen Lageplans des Gebäudes im Maßstab 1:1.000 mit eingetragenen Maßen (Grundstückslänge, Gebäudeabstand von den Grenzen) , wenn dieser nicht schon bei der Beantragung des provisorischen Baustromanschlusses mitgeliefert wurde
  • einen Keller- und/oder Erdgeschossplan im Maßstab 1:100. Auf diesem kennzeichnen Sie bitte den gewünschten Hausanschlussraum oder -platz
  • bei mehr als drei Kundenanlagen benötigen wir ein Projektschaltbild.
2. Unser Angebot & Ihr Auftrag

Auf der Grundlage Ihrer Anmeldung und nach technischer Prüfung erstellen wir Ihnen ein Angebot zur Herstellung Ihres Hausanschlusses, das genau auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt ist. Es führt die für Ihr Bauvorhaben geeignetste Netzanschlussvariante ebenso auf wie die Netzanschluss- und Inbetriebsetzungskosten auf.
Um uns mit der Herstellung des Hausanschlusses zu beauftragen, unterschreiben Sie das Angebot bitte und senden es an uns zurück.

3. Ausführung durch Stadtwerke Landshut

Sobald uns der Auftrag unterschrieben vorliegt, erstellen wir Ihren Netzanschluss.
Die Herstellung Ihres Netzanschlusses erfolgt, sobald für den Zähler ein abschließbarer Raum eingerichtet und die Wandfläche für die Montage des Netzanschlusses verputzt wurde. (Für den Wasser-Hausanschluss ist kein abschließbarer Raum erforderlich.) Mit den Auftragsunterlagen erhalten Sie eine Übersicht mit allen Ansprechpartnern der Fachbereiche. Für die genaue Terminvereinbarung setzen Sie sich bitte mit einem unserer Meister in Verbindung. Für den vereinbarten Termin ist es wichtig, dass die Leitungstrasse und der Anschlusspunkt frei zugänglich sind und gegebenenfalls mit Baufahrzeugen und -geräten gearbeitet werden kann.
Bitte beachten Sie:
Je nach Auslastung benötigen wir in der Regel ca. vier Wochen Vorlaufzeit für die Ausführung der Hausanschlüsse.

4. Inbetriebsetzung

Nachdem die Installation und der Netzanschluss fertig gestellt wurden, bescheinigt Ihr Installateur mittels einer Inbetriebsetzungsanzeige Ihnen und uns, dass alle Arbeiten fachgerecht und vollständig ausgeführt wurden. Nach der Inbetriebsetzungsanzeige wird die Messeinrichtung (Zähler) eingebaut und Ihr Netzanschluss in Betrieb gesetzt.

Nachträgliche Änderungen am Hausanschluss

Netzanschlussänderungen umfassen im Wesentlichen den Umbau, die Erweiterung, den Rückbau oder die Demontage einer Kundenanlage sowie die Änderung der Netzanschlusskapazität, des Schutzkonzeptes und Änderungen an der Zähleranlage.
Unabhängig von der von Ihnen beabsichtigten Maßnahme benötigen wir zur weiteren Bearbeitung ebenfalls einen Netzanschlussantrag samt Unterlagen.

Ihr Weg zum Kanalanschluss

Tipps zur Planung und Herstellung von Grundstücksentwässerungsanlagen

Die Planung und Herstellung der Grundstücks­entwässerungs­anlage müssen Sie bitte nach den derzeitig gültigen EN- und DIN-Normen sowie den allgemein anerkannten Regeln nach dem Stand der Technik durchführen.

Wir möchten Ihnen hier einen stich­punktartigen Leitfaden zur Überprüfung der vorgesehenen Planung geben, um eventuelle Fehler und späteren Ärger beim Betrieb durch den Grundstückseigentümer bzw. bei der Abnahme durch die Stadtwerke zu vermeiden.
Diese Zusammen­stellung ist keine komplette Anleitung zur Planung und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Weitere Informationen zur Grundstücksentwässerung lesen Sie auch unter Abwasser.

Planauskunft

Unser Service für Baufirmen, Ingenieurbüros und Grundstücksbesitzer

Planauskunft im Versorgungsgebiet

Leitungsauskünfte

Um Beschädigungen der Leitungen bei Tiefbauarbeiten zu vermeiden, muss vor Beginn der Arbeiten die genaue Lage der Versorgungsleitungen geklärt sein. Dies ist gesetzlich vorgeschrieben, da beschädigte Leitungen ein erhebliches Gefahrenpotenzial darstellen. Bitte beachten Sie dazu auch unser Merkblatt „Planunterlagen zur Vorbereitung von Erdaushubarbeiten“.

Und bitte vergessen Sie nicht: Leitungen sind überall verlegt, sowohl in öffentlichen als auch in privaten Grundstücken. Im Stadtgebiet befinden sich auch Leitungen anderer Versorger.

Online-Planauskunft

Online-Planauskunft
Um eine Netzauskunft bei den Stadtwerken Landshut anzufragen, klicken Sie hier auf Online-Planauskunft.
Vor der ersten Verwendung müssen Sie sich dort zunächst registrieren und die Nutzungsbedingungen bestätigen.
Sobald Sie Ihre Zugangsdaten per E-Mail erhalten haben, können Sie den gewünschten Kartenausschnitt anfordern. Zur Zeit muss jede Auskunft noch von uns geprüft werden. Meistens haben Sie die Pläne jedoch am gleichen Tag als PDF-Datei vorliegen. Sollte sich im gewünschten Planausschnitt z. B. eine aktuelle Baumaßnahme der Stadtwerke Landshut befinden, so muss die Planauskunft zunächst manuell von uns überarbeitet werden. Sie erhalten eine Information, sobald Sie die Pläne herunterladen können.

Sie haben Fragen zur Leitungsauskunft?

Kontakt

Telefon: 0871 1436 2136
E-Mail: spartenauskunft@stadtwerke-landshut.de